Schleuserlohn war für Hochzeit gedacht

Familie mit drei Kindern, Oma und Onkel aus Palästina im Pkw eines 23-Jährigen

image_pdfimage_print

SONY DSC Er wollte den Schleuserlohn für seine geplante Hochzeit verwenden: Die Bundespolizei Rosenheim brachte einen 23-Jährigen aus Rumänien zur Untersuchungshaft in die Justizvollzugsanstalt Traunstein. Die Fahnder hatten Samstagnacht die Insassen eines Pkw mit italienischer Zulassung kontrolliert, heißt es am Montagmittag. Lediglich der junge rumänische Fahrer konnte sich ausweisen. In seinem Fahrzeug befanden sich sieben Palästinenser ohne Papiere. Ersten Erkenntnissen zufolge war die fünfköpfige Familie, darunter drei Kinder, gemeinsam mit Oma und Onkel in Mailand von dem Schleuser abgeholt worden …

3.500 Euro mussten sie dafür an einen Mittelsmann zahlen. Zuvor hatten sie für die Überfahrt von Libyen nach Italien bereits 1.500 Dollar an Schlepper übergeben.

Kurz darauf geriet ein weiterer mutmaßlicher Schleuser ins Visier der Bundespolizisten. Auf Höhe Brannenburg stoppten die Fahnder einen Wagen mit fünf Insassen. Weder der albanische Fahrer noch seine Mitreisenden hatten Einreisedokumente dabei. Die vier Männer aus Syrien und dem Irak gaben an, dass sie von Mailand bis nach Dänemark hatten fahren wollen. Zwischen 500 und 700 Euro hätten sie dafür an Schleuser gezahlt. Mit ihnen seien acht weitere Personen unterschiedlicher Herkunft auf zwei andere Fahrzeuge verteilt in Italien gestartet.

Der 32-jährige Albaner wollte sich nicht äußern. Auch er wird in Untersuchungshaft sein Strafverfahren wegen Einschleusens von Ausländern und unerlaubter Einreise abwarten müssen.

Alle geschleusten Personen wurden der Aufnahmestelle in München zugeleitet.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.