Schleuser muss 14 Monate ins Gefängnis

Italiener war bereits wegen Körperverletzung und Raub in Haft

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BundespolizeiDas Rosenheimer Amtsgericht hat jetzt einen Italiener – wegen gewerbsmäßigen Einschleusens von Flüchtlingen – zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten verurteilt. Ohne Bewährung. Der 31-Jährige hatte sich im Verlauf seines Verfahrens alles andere als kooperativ gezeigt, heißt es am Dienstagnachmittag vom Polizeipräsidium Oberbayern. Der inzwischen verurteilte Schleuser war einer Streife der Bundespolizei Rosenheim im April auf der Inntalautobahn ins Netz gegangen. Die Beamten stoppten ihn an der …

… Anschlussstelle Oberaudorf. Er beförderte mit seinem Wagen fünf Eritreer. Von diesen führte keiner die erforderlichen Einreisepapiere mit. Die anschließenden Ermittlungen ergaben, dass der Italiener in mindestens drei weiteren Fällen eritreische Staatsangehörige in Mailand aufgenommen und nach Deutschland transportiert hatte. Wie die Auswertung von Verkehrsdaten und Zeugenaussagen bestätigte, hatte er die Afrikaner in Brannenburg am Bahnhof abgesetzt. Dem Mann konnte das Einschleusen von mindestens 16 Personen nachgewiesen werden.

Der 31-Jährige hat davon abgesehen, weiterführende Angaben, etwa zu Mittelsmännern oder den Hintergründen der Tat, zu machen, sagt die Polizei. Eine Bewährungsstrafe kam daher nicht in Betracht. In seinem Heimatland war der polizeibekannte Italiener bereits zu Haftstrafen wegen Körperverletzung und Raub verurteilt worden.

Zu seinem Strafregister kommt nun auch noch das Einschleusen von Ausländern hinzu. Diese „Ergänzung“ bringt ihm nun einen 14-monatigen Gefängnisaufenthalt ein, so die Polizei heute abschließend.

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