Schleuser im Visier der Polizei

Beamte entdecken 80 illegal eingereiste Personen

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SONY DSC Die Bundespolizei Rosenheim hat am Wochenende erneut rund 80 unerlaubt eingereiste Personen festgestellt. Die meisten von ihnen stammen aus Somalia und Afghanistan. Allein bei der Kontrolle eines italienischen Linienbusses nahmen die Fahnder zwölf somalische Staatsangehörige fest. Diese wollten sich die Einreise und den anschließenden Aufenthalt in der Bundesrepublik offenbar mit gefälschten Papieren erschwindeln.

Am Autobahnparkplatz „Im Moos“ zogen die Beamten einen Bus aus dem Verkehr, der regelmäßig zwischen Italien und Deutschland verkehrt. Zwölf Afrikaner wiesen sich bei der Kontrolle der Fahrgäste mit norwegischen und italienischen Flüchtlingspässen aus. Die Bundespolizisten erkannten, dass es sich bei den ausgehändigten Dokumenten um Fälschungen handelte. Eigenen Angaben zufolge hatten die Somalier in Italien pro Person mehrere hundert Euro für die falschen Papiere und die Organisation der Busreise gezahlt.

Alle zwölf Personen im Alter von 17 bis 32 Jahren mussten ihre Busfahrt beenden und den Beamten zur Inspektion in Rosenheim folgen. Dort stellten die illegal Eingereisten ein Schutzersuchen. Die Erwachsenen wurden an die Aufnahmestelle für Flüchtlinge in München weitergeleitet, der Jugendliche der Obhut des Jugendamtes anvertraut. Die Bundespolizei ermittelt gegen den unbekannten Schleuser, der für die Beschaffung der Fälschungen sowie der Busfahrkarten verantwortlich ist.

 

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