Reitmehring: Fahrt zu Ende für Lkw aus Slowenien

Verstoß gegen Sonntags-Fahrverbot, fast 100 km/h auf Fahrtenschreiber, zu wenig Ruhezeit

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Innenminister Herrmann stellt neue Sicherheitsausstattung der Polizei und neue Absicherungseinrichtungen der Autobahnmeisterei vor Foto: 10nach8 / Grundmann 23.07.2008Den richtigen „Riecher“ hatte das Schwerlastkontrollteam der Polizei Wasserburg gestern am Sonntagabend gegen 21 Uhr, als ihnen ein slowenischer Sattelzug in Reitmehring aufgefallen war. Schließlich war Sonntag und Schwerlastverkehr nur unter strengen Auflagen vor 22 Uhr erlaubt. Ein Blick in die Frachtpapiere bestätigte den Verdacht. Der Sattelzug war mit Terminfracht für Frankfurt beladen und der Fahrer konnte für die transportierten Medikamente keine Ausnahmegenehmigung vom Sonntagsfahrverbot vorweisen. So war die Fahrt erst einmal zu Ende, wenn auch unter Protest …

Der Fahrer wollte schließlich schon um 6 Uhr heute an seiner Entladestelle sein.

Moment – kurze Rechnung der Polizei: 21 Uhr Wasserburg -> 6 Uhr in Frankfurt – und dann auf der Bundesstraße unterwegs?

Dass sich das mit den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung beißt, war schnell klar. Und so war es nicht verwunderlich, dass der Fahrtenschreiber nur selten in die Nähe der 60 km/h-Grenze kam. Mehrfache Verstöße über 90 km/h (Spitze waren 99 km/h) und ein Verstoß gegen das Sonntagsfahrverbot führten zu einem saftigen Denkzettel: Fahrverbot, Punkte in Flensburg und ein Bußgeld …

Kurz darauf kam ein serbischer Sattelzug an den Beamten vorbei. Auch dieser wurde einer eingehenden Kontrolle unterzogen. Neben den schon fast obligatorischen Geschwindigkeitsverstößen stellten die Beamten auch ungenügend gesicherte Ladung und Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten fest.

Außerdem hatte der Fahrer vergessen, die Bremsleitung des Aufliegers anzuschließen. Somit war der Auflieger ungebremst über die Landstraße gerollt – ein Wunder, dass hier noch nichts passiert war. Auch hier erwartet den Fahrer ein Bußgeld.

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