Raubüberfall war abgesprochen     

Rosenheim: Kripo lässt Jugendliche auffliegen

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BlaulichtRosenheim – Am vergangenen Sonntag erstatteten zwei junge Burschen zusammen mit ihren Eltern Anzeige bei der Rosenheimer Polizei, weil sie und ein Freund tags zuvor von einem Unbekannten überfallen worden waren. Den Ermittlern der Kripo Rosenheim gelang es, den Fall rasch zu klären – allerdings ganz anders, als von den Jugendlichen geplant. Denn die hatten den Raubüberfall selbst inszeniert.

In Begleitung ihrer Eltern kamen am vergangenen Sonntag zwei 14 und 12 Jahre alte Schüler zur Polizeiinspektion Rosenheim. Beide gaben an, tags zuvor gegen 12.30 Uhr zusammen mit einem weiteren 15-Jährigen von einem Unbekannten beraubt worden zu sein. Der jugendliche Täter habe die Drei mit einem Messer bedroht und sie zur Herausgabe von Bargeld, einer Halskette und eines Mobiltelefons gezwungen.

Umfangreiche Ermittlungen des Fachkommissariates der Kripo Rosenheim brachten jetzt aber einen ganz anderen Ablauf der Dinge ans Licht. So räumten der 14- und der 15-Jährige ein, mit einem weiteren 14-Jährigen vereinbart zu haben, den Jüngsten „abzuziehen“. Denn der sollte am Samstag Bargeld dabeihaben, das eigentlich für den Kauf von Turnschuhen gedacht war.

Man traf sich wie geplant in Aising in der Mangfallstraße unter der Mangfallbrücke, wo dann der Überfall stattfand. Und damit das ganze auch glaubhaft war, machte der 14-jährige Täter auch bei seinen zwei Komplizen Beute, nämlich die Halskette und ein Handy. Deren Gegenstände gab er ihnen dann später zurück, das erbeutete Bargeld des 12-Jährigen – ganze 20 Euro –  wurde geteilt.

Die drei Jugendlichen haben die Tat gestanden, auch das Tatmesser konnte sichergestellt werden. Gegen die beiden 14-Jährigen und den 15-Jährigen wird nun wegen schweren Raubes ermittelt.

 

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