Pferdekrankheit: Sperre zum Teil aufgehoben

Nur noch vier Kontaktbetriebe haben Auflagen des Veterinäramtes zu erfüllen

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DSCN0477Rosenheim/Landkreis – Von den neun wegen der seltenen Pferdekrankheit „Equinen infektiösen Anämie“ im Landkreis Rosenheim gemaßregelten Kontaktbetrieben können ab sofort fünf Betriebe wieder frei handeln. Wie das Staatliche Veterinäramt mitteilt, reicht nun eine einmalige Untersuchung des Kontakttieres, wenn der Kontakt mit dem infizierten Pferd mehr als drei Monate zurückliegt. Auf eine zweite Untersuchung kann dann verzichtet werden.

Begründet wird die neue Regelung mit dem maximalen Zeitraum vom Eindringen eines Krankheitserregers bis zum ersten sicheren Nachweis der Antikörper. Bei der „Equinen infektiösen Anämie“, zu Deutsch: Ansteckenden Blutarmut der Einhufer sind dies maximal drei Monate. Das heißt, liegt das Zusammentreffen mit einem infizierten Pferd mehr als ein Vierteljahr zurück, braucht es ab jetzt keine zweite Untersuchung, wenn die erste Untersuchung einen negativen Befund zeigte.

Weil auf den übrigen vier Höfen der letzte Kontakt weniger als drei Monate zurückliegt, bleiben die Maßregelungen bestehen. Diese werden erst aufgehoben, wenn auch bei einer zweiten Untersuchung, drei Monate nach dem letzten Kontakt, keine Antikörper auf das Virus der Einhufer-Blutarmut nachgewiesen werden.

Mitte Juli war bei drei Pferden auf einem Betrieb im Weiler Steinreb in der Gemeinde Bad Feilnbach die Krankheit festgestellt  worden. Alle drei mussten gemäß der Verordnung eingeschläfert werden. Bei den Untersuchungen aller Pferde, die auf Höfen im Umkreis von einem Kilometer gehalten werden (Sperrbezirk), wurde kein weiterer Krankheitsfall entdeckt. Das Virus wird durch blutsaugende Insekten, vor allem durch Bremsen übertragen.

Für den Menschen ist die Krankheit ungefährlich. 

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