NSU-Prozess: Rosenheimer Beamter im Visier

Uneidliche Falschaussage könnte vorliegen, so die Vermutung

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Rosenheim – Ein Rosenheimer Kriminalhauptkommissar ist jetzt im Rahmen des NSU-Untersuchungsausschusses des bayerischen Landtages ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Der Beamte hatte in seiner Zeugenaussage behauptet, dass der Name der rechtsextremen Terrorgruppe NSU bereits im Jahr 2007 bekannt gewesen sei, so ein Pressebericht des Mitteldeutschen Rundfunks. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft München I decke sich diese Aussage allerdings weder mit der Aktenlage, noch mit den Ergebnissen des Untersuchungsausschusses.

Behörden Sprecher Thomas Steinkraus-Koch sagte, man habe Vorermittlungen aufgenommen. Geprüfte werde, ob eine mögliche uneidliche Falschaussage des Kriminalbeamten vorliege. Der Kripo-Beamte hatte bei seiner Zeugenaussage erklärt, dass er bei einer internen Besprechung einer Sonderkommission zur Mordserie an ausländischstämmigen Kleinunternehmern etwas von einem Hinweis des sächsischen oder thüringischen Verfassungsschutzes zum NSU gehört habe. Auch die Bedeutung NSU „Nationalsozialistischer Untergrund“ sei erklärt worden. Der Hinweis sei von einer Person aus der Führungsebene weitergegeben worden.

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