Neun Männer, die Schutz suchen

Flüchtlinge sagen: Gegen den Willen zum Militärdienst gezwungen

image_pdfimage_print

PolizeieinsatzSie suchen in Deutschland Schutz, weil sie in ihrer Heimat gegen ihren Willen zum Militärdienst gezwungen werden, sagen die jungen Männer: Die Bundespolizei hat am gestrigen Donnerstagabend in Rosenheim neun Eritreer in Gewahrsam genommen. Die afrikanische Reisegruppe war im EuroCity von Verona in Richtung München unterwegs. Rosenheimer Bundespolizisten stellten bei der Kontrolle der Männer im Alter von 18 bis 30 Jahren fest, dass sich keiner von ihnen ausweisen konnte. Eigenen Angaben zufolge …

… waren sie von Afrika mit einem Schiff nach Italien geflohen und von dort aus mit dem Zug weitergereist. Am Bahnhof in Rosenheim fand die Zugfahrt schließlich ein Ende.

Laut Bundespolizei ist nicht auszuschließen, dass kriminelle Schleuser die Reise gegen Bezahlung organisiert hatten. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden alle neun an die Aufnahmestelle für Flüchtlinge in München weitergeleitet.

Für die Rosenheimer Bundespolizei gehören Feststellungen unerlaubt Eingereister, die gleich gruppenweise in die Bundesrepublik kommen, längst zum wöchentlichen Alltag. Allein im ersten Quartal dieses Jahres haben die Fahnder im südlichen Abschnitt des deutsch-österreichischen Grenzgebiets rund 3.000 Personen festgestellt, die illegal, das heißt ohne Pässe beziehungsweise ohne Visa oder Aufenthaltsgenehmigungen, ins Land gekommen sind. Es handelt sich überwiegend um Eritreer, Nigerianer, Syrer, Afghanen und Kosovaren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.