Neuer Flüchtlingsstrom in der Nacht

Bundespolizei Rosenheim registriert pro Monat 1000 Personen

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PolizeieinsatzViel zu tun hatten die Beamten der Rosenheimer Bundespolizei in der Nacht auf den heutigen Freitag. Insgesamt sind an nur einem Abend rund 90 illegal eingereiste Personen erfasst, durchsucht, vernommen und mit Unterstützung des Malteser Hilfsdienstes versorgt worden. Allein in einem Fernreisezug aus Verona hat die Polizei 59 unerlaubt Eingereiste festgestellt. Die meisten von ihnen stammen aus Eritrea, Syrien, Äthiopien und dem Irak. Sie wurden …

… laut Polizei heute am Nachmittag gestern in Gewahrsam genommen und nach dem Ausstieg am Bahnhof in Rosenheim mithilfe der örtlichen Polizeiinspektion zur Dienststelle der Bundespolizei gebracht.

Während dort die erforderlichen polizeilichen Maßnahmen getroffen wurden, unterstützte der hinzugezogene Malteser Hilfsdienst die Beamten bei der Versorgung der Menschen, die ohne Papiere und mit nur wenig Gepäck unterwegs waren.

Nach ersten Erkenntnissen sind sie mit Booten über das Mittelmeer nach Italien geschleust worden. Die teuer bezahlten Überfahrten sollen eigenen Angaben zufolge lebensgefährlich gewesen sein. Im Anschluss an die Erstversorgung und die Befragungen konnten die Personen an die Aufnahmestelle für Flüchtlinge in München weitergeleitet werden.

Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim hat im ersten Quartal dieses Jahres vor allem in Zügen, Bussen und Pkws pro Monat rund 1.000 Personen registriert, die unerlaubt, das heißt ohne Pässe oder Visa, eingereist sind beziehungsweise eingeschleust wurden.

Es handelt sich insbesondere um Eritreer, Nigerianer, Syrer und Afghanen. Angesichts der jüngsten Feststellungen geht die Rosenheimer Bundespolizei davon aus, dass auch für April mit entsprechenden Zahlen gerechnet werden muss.

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