Mit über 2000 Kilogramm Aluminium erwischt

Schleierfahnder fassten drei Litauer - Ein Trick half

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Rosenheim – Drei Litauer sind gestern mit 2290 Kilogramm vermisstem Aluminium erwischt worden. Einmal mehr hatten die Rosenheimer Schleierfahnder den richtigen Riecher, als gestern Nachmittag ein Kleintransporter mit litauischem Kennzeichen auf der Inntalautobahn einreiste. Obwohl kaum Ladung sichtbar war, drückte offensichtlich viel Gewicht auf die Achsen. Die Kontrolle des Fahrzeuges, besetzt mit drei jungen Litauern, brachte schnell Klarheit. 2290 Kilogramm Aluminium, gegossen in langen Barren, kamen zum Vorschein.

„Die haben wir in Italien von einem Unbekannten zufällig angeboten bekommen und für 500 € gekauft,“ so die wenig glaubhafte Erklärung laut Polizeibericht. Die Fahnder ließen ihre internationalen Kontakte spielen und wurden fündig. Die Barren waren tatsächlich das Zehnfache wert. Durch einen Trick wussten die Fahnder binnen weniger Minuten, welchen Transportweg die Aluminiumrohware vom Herstellerwerk AVON in Großbritannien aus gemacht hatte. 24 Tonnen waren dort vor drei Tagen per LKW nach Italien auf den Weg geschickt worden.

Gestern kamen aber nur noch knapp 22 Tonnen beim italienischen Empfänger an. Die Schleierfahnder: „Die Ladung war auf wundersame Weise beim Transport durch Europa verschwunden.“ Entgegen ihrem Vorhaben, die „günstig erworbene Ware“ nach Hause zu bringen, mussten die drei Litauer die Aluminiumbarren auf dem Gelände der PI Fahndung Rosenheim per Hand schweißtreibend abladen und sich peniblen polizeilichen Ermittlungen unterziehen.

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