Mildes Herbstwetter – wenig Arbeitslose

Landkreis: Quote bleibt auch im November unter drei Prozent

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Wegweiser ArbeitsamtLandkreis – „In den letzten Wochen war das Wetter noch sehr stabil und der Wintereinbruch ließ auf sich warten. Daher blieb die Zahl der Arbeitslosen auch im November auf einem niedrigem Niveau“, so Dr. Nicole Cujai, Leiterin der Agentur für Arbeit Rosenheim. Cujai weiter: „Die Arbeitslosenquote stieg zwar leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 2,9 Prozent an, blieb aber – wie im Vorjahr auch – unter der Dreiprozentmarke. Ein Quote, die zeigt, dass der Arbeitsmarkt hier in der Region weiterhin stabil ist.“

Die Leiterin der Agentur: „Das Beschäftigungsniveau ist nach wie vor hoch und es gibt keinerlei Anzeichen für konjunkturell bedingte Personalfreistellungen, im Gegenteil, gute Fachkräfte sind nach wie vor gesucht. Die typische Winterarbeitslosigkeit hat noch nicht eingesetzt, lediglich Hotels, Gaststätten, Kurheime und Sanatorien haben ihr Personal zum Teil entlassen. Auch dies ist üblich, denn um diese Jahreszeit werden viele Häuser für drei oder vier Wochen komplett geschlossen. Trotzdem ist im nächsten Monat mit höheren Arbeitslosenzahlen zu rechnen, denn die saisonalen, beziehungsweise witterungsbedingten Einflüsse werden sich zahlenmäßig nieder schlagen.“

Am 13. November, dem statistischen Zähltag, waren 8 030 Menschen im Agenturbezirk Rosenheim (Stadt und Landkreis Rosenheim, sowie die Landkreise Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen) arbeitslos, das sind 360 mehr als im Vormonat und 190 mehr als im November letzten Jahres. Von Mitte Oktober bis Mitte November haben sich 2 500 Personen neu oder erneut arbeitslos gemeldet, 1 410 gingen vor ihrer Meldung einer Erwerbstätigkeit nach.

Gleichzeitig haben sich 2 140 Männer und Frauen wieder aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet. Cujai dazu: „Bei den Abmeldungen in Erwerbstätigkeit müssen wir leider einen deutlichen Rückgang verzeichnen. Lediglich 760 Personen haben uns mitgeteilt, dass sie sich abmelden möchten, weil sie eine Arbeit gefunden haben. Diese niedrige Zahl ist aber für einen Monat November durchaus üblich. Firmen stellen nur dann ein, wenn sie einen wirklich passenden Bewerber finden, ansonsten schieben sie mögliche Personalentscheidungen ins nächste Jahr.“

Die Agenturleiterin dazu: „Damit die Arbeitslosigkeit auch in Zukunft weiter – und zwar nachhaltig – gesenkt und der Fachkräftebedarf gedeckt werden kann, müssen auch Betriebe umdenken. Wir wollen sie davon überzeugen, dass sich manchmal ein anderer, neuer Blick auf Lebensläufe und -biografien lohnt. Schwer vermittelbare Arbeitslose – darunter fallen Männer und Frauen ohne Ausbildung, Langzeitarbeitslose, Ältere, Arbeitslose mit gesundheitlichen Einschränkungen und behinderte Menschen – brauchen eine zweite, manchmal auch eine dritte oder vierte Chance. Wir von der Agentur für Arbeit stehen Ihnen beratend zur Seite, nutzen sie unser Angebot und die verschiedenen Förderprogramme! In der ersten Dezemberwoche wird es eine deutschlandweite Aktion der Bundesagentur für Arbeit zur Lage der Menschen mit Behinderung geben. Auch wir hier in Rosenheim beteiligen uns daran und rücken die spezielle Situation dieser Personengruppe in den Fokus. Mit einer Reihe von positiven Beispielen der Integrationen von Menschen mit Behinderung in den ersten Arbeitsmarkt wollen wir Ängste und Vorbehalte abbauen, damit Arbeitgeber dem Personenkreis eine Chance geben und Inklusion gelebt werden kann.“

Der Arbeitsmarkt unterliegt einer eigenen Dynamik. Angebot und Nachfrage passen nicht immer zusammen, Ungleichgewichte werden sichtbar. Hier ein paar Beispiele: Für Papier- und Druckberufe, beziehungsweise Mediengestalter sind 130 Arbeitslose registriert, es liegen aber nur 20 Stellenangebote vor. Für Berufe im Schutz- und Sicherheitsbereich sind über 200 Personen arbeitslos gemeldet, Stellenangebote gibt es 30. Gute Aussichten, eine adäquate Arbeit zu bekommen, gibt es für die Maschinen- und Fahrzeugtechnik (180 offene Stellen), für den Handel (230 offene Stellen) oder den Gesundheits- und Pflegebereich (160 offene Stellen). Auch das Hotel- und Gaststättengewerbe hat schon Stellen gemeldet für die Wintersaison, beziehungsweise die Feiertage über Weihnachten/Neujahr. Am 13. November lagen der Agentur für Arbeit insgesamt 2 570 Stellenangebote vor (190 weniger als im Vormonat), die meisten davon sind sozialversicherungspflichtig.

Der Arbeitsmarkt in den einzelnen Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim:

In der Stadt Rosenheim ist die Zahl der Arbeitslosen mit 1 524 Betroffenen gegenüber dem Vormonat leicht gestiegen (plus 38). Die Arbeitslosenquote hat sich demzufolge auf 4,6 Prozent erhöht. Von den betroffenen Personen werden derzeit 594 (27 mehr als im Oktober) im SGB III – Bereich von der Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut. Die Zahl der durch das Jobcenter Rosenheim Stadt betreuten Kunden im SGB II – Bereich ist mit 930 gegenüber dem Vormonat um elf gestiegen.

 

Im Landkreis Rosenheim ist die Arbeitslosenquote von 2,5 Prozent auf 2,6 Prozent gestiegen. Hier sind mit 3 339 erwerbslosen Personen 136 mehr gemeldet als im Oktober. Von den Beschäftigungslosen werden 1 988 Personen durch die Hauptagentur in Rosenheim (SGB III) betreut, 126 mehr als im Oktober. Das Jobcenter Landkreis Rosenheim (SGB II) ist für 1 351 Frauen und Männer zuständig, zehn mehr als im Vormonat.

 

Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen verzeichnet mit 1 729 gemeldeten Arbeitslosen eine Zunahme (plus 42) bei der Arbeitslosigkeit. Die Quote hat sich hier auf 2,7 Prozent erhöht (Vormonat 2,6 Prozent). Die Arbeitsagenturen Bad Tölz und Wolfratshausen betreuen insgesamt 984 Erwerbslose, 76 mehr als im Vormonat. Das Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen kümmert sich um 745 SGB II – Kunden (minus 25 gegenüber dem Vormonat).

 

Im Landkreis Miesbach beträgt die Arbeitslosenquote 2,9 Prozent (plus 0,3 Prozentpunkte zum Vormonat). Hier sind derzeit 1 436 Personen erwerbslos gemeldet, 143 mehr als im Vormonat. 873 Männer und Frauen werden von der Agentur für Arbeit in Holzkirchen betreut, 136 mehr als im Oktober. Die optierende Kommune verzeichnet bei der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat ein Plus von sieben Betroffenen, aktuell sind 563 SGB II – Kunden als arbeitslos gemeldet.

Die Eckdaten in Stadt und Landkreis … 

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