Mehr Platz zum Leben

Aktion der Rosenheimer „Grünen Jugend" zum heutigen Erdüberlastungstag

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GrueneJugendAktion Mitglieder der „Grünen Jugend“ des Landkreises Rosenheim veranstalteten jetzt in der Innenstadt eine Aktion anlässlich des am heutigen Montag, 8. August, anstehenden „Erdüberlastungstags“. Das ist der Tag, ab dem von den global zur Verfügung stehenden Ressourcen mehr genommen wird, als wieder generiert werden kann. Die Aktion soll auf den Flächen- und Ressourcenverbrauch von Autos – gerade im innerstädtischen Bereich – aufmerksam machen.
Jan Parizek, aktiv im AK Verkehr der Grünen Rosenheim sagt dazu: „Es gibt in Rosenheim enorme Stau- und Parkplatzprobleme. Wir befürchten, dass diese in naher Zukunft überhastet mit der Schaffung von noch mehr Parkplätzen gelöst werden, wo es hier ohnehin schon enorme Platzprobleme gibt.

Gerade der innerstädtische Autoverkehr jedoch braucht viele Ressourcen. Deutlich wird dies im Vergleich mit umweltfreundlicheren Möglichkeiten der Fortbewegung: Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem ÖPNV. Wir müssen hier schleunigst umsteigen.

Die Stadt Rosenheim ist jetzt am Zug, ihren guten Willen in einer nachhaltigen Lösung der Verkehrsprobleme zu zeigen und den kontinuierlichen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs in Rosenheim voranzutreiben, auch finanzielle Mittel dafür bereitzustellen und neue Fahrradbahnen und Abstellgelegenheiten im kompletten Stadtgebiet zu schaffen. Insbesondere Rosenheim hat meines Erachtens ein enormes Potential zur fahrradfreundlichen Stadt.

Aber man nützt es nicht und dümpelt stattdessen in den untersten Vierteln der ADFC Fahrradklimarankings. Auch hinsichtlich des hohen Schadstoffausstoßes kann uns die derzeitige Situation nicht zufriedenstellen. Eine Reduzierung der Stickoxidbelastung ist im Interesse der Gesundheit von uns allen.“
Korbinian Gall, Mitglied im Bundesvorstand der Grünen Jugend ergänzt: „Autos stehen im Durchschnitt 23 Stunden am Tag. Sie verbrauchen Unmengen an Platz, der besser genutzt werden kann. Wenn sie dann doch mal fahren, sorgen sie für schlechte Luft, Lärm, Stau, Stress und Unfälle. Wir fordern daher mehr öffentlichen Raum ohne Autos in Rosenheim, in dem sich alle frei bewegen können. Dieser Raum darf sich nicht an dem Mobilitätsmodellen des letzten Jahrhunderts orientieren. Und das Auto in der städtischen Verkehrsplanung nicht mehr so viel Platz einnehmen, wie es momentan immer noch der Fall ist.“

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