Mehr Mitfahrer als Sitzplätze

Bundespolizei registriert 250 Flüchtlinge - Bulgarischer Schleuser ohne Führerschein

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SONY DSCDie Bundespolizei Rosenheim hat jetzt wieder rund 250 Migranten registriert. Außerdem haben die Beamten im Rahmen der Grenzkontrollen drei mutmaßliche Schleuser gefasst. Einen vollbesetzten Pkw mit italienischem Kennzeichen zogen sie aus dem Verkehr. In dem Siebensitzer befanden sich insgesamt neun Personen. Auf dem Beifahrersitz saß eine Frau, deren Kind ungesichert auf ihrem Schoß Platz fand. Der bulgarische Fahrzeugführer erklärte, dass er …

… seine Begleiter nicht näher kenne und sie aus purem Mitleid mitgenommen habe. Keinen Führerschein zu haben, hielt der 38-Jährige außerdem für völlig unproblematisch. Nach ersten Erkenntnissen der Bundespolizei handelte es sich um eine organisierte Schleusung. Die acht Mitfahrer stammen eigenen Angaben zufolge aus Afghanistan. Papiere hatten sie nicht dabei. Ihr Fahrer wurde auf richterliche Anordnung hin in Untersuchungshaft genommen.

Ebenfalls kontrollierten die Beamten die Insassen eines Wagens mit österreichischer Zulassung. Am Steuer saß ein gebürtiger Afghane, der über Papiere aus Österreich verfügte. Seine Mitfahrer, zwei afghanische Staatsangehörige und ein Iraner, hatten hingegen keine Dokumente, die für die Einreise in die Bundesrepublik erforderlich gewesen wären. Wegen des Verdachts der Schleuserei wurde der 30-Jährige, der das Auto fuhr, vorläufig festgenommen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte er das Revier in Bad Reichenhall wieder verlassen. Er muss mit einem Strafverfahren wegen Schleuserei rechnen.

Auch ein 41-Jähriger Syrer mit österreichischem Flüchtlingspass wird sich auf ein Verfahren wegen Einschleusens von Ausländern einstellen müssen. Der Mann beschaffte ersten Ermittlungen zufolge für drei Frauen die Fahrkarten für eine Busfahrt nach Deutschland und begleitete sie dabei. An der Kontrollstelle der Bundespolizei in Freilassing war die Reise beendet. Außer syrische Pässe, hatten die drei Migrantinnen keine Papiere für den beabsichtigten Aufenthalt in Deutschland. Ihr mutmaßlicher Schleuser wurde angezeigt. Anschließend konnte er nach Österreich zurückkehren.

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