Luitpoldhalle als Notquartier vorgesehen

Asyl: Presseerklärung am Abend der Stadt Rosenheim zum Notfallplan Bayerns

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SONY DSCLandkreis – Die Stadt Rosenheim muss im Rahmen der bereits bestehenden Regelungen bis zum Jahresende weitere 100 Asylbewerber aufnehmen, heißt es am Abend in einer Presseerklärung. Eine ganz besondere Herausforderung stellt der Winter-Notfallplan des Krisenstabs der Bayerischen Staatsregierung dar. Die Voraussetzungen für eine kurzfristige Notaufnahme von 200 bis 300 Asylbewerbern muss geschaffen werden. Von dieser Anweisung sind alle Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern gleichermaßen betroffen. Nach Abwägung aller maßgeblichen Faktoren hat sich die Stadtverwaltung entschlossen, die Luitpoldhalle für die Notunterbringung von 200 Personen bereitzustellen.

Die Staatsregierung will mit dieser Maßnahme eine kurzfristig verfügbare Unterbringungskapazität von ca. 30.000 Plätzen für die Wintermonate in Bayern schaffen. Die Unterbringungsdauer in diesen Notquartieren wird derzeit mit fünf bis sechs Wochen angegeben. Diese Maßnahme ist der erste Teil eines Stufenplanes der Staatsregierung. In weiteren Stufen ist vorgesehen, die Asylbewerber in höherwertigen Quartieren für mehrere Monate unterzubringen.

Zur Bewältigung des Winter-Notfallplanes Asyl wurde bei der Stadt unter der Leitung von Christian Meixner ein Planungsstab gegründet, dem Stadtbrandrat Hans Meyrl sowie Verantwortliche des Bayerischen Roten Kreuzes, des Malteser-Hilfsdienstes und weitere Vertreter der Stadtverwaltung angehören.

 

Derzeit werden die notwendigen Vorbereitungen für die kurzfristige Umnutzung der Luitpoldhalle getroffen. So wurden beispielsweise in einem Nebengebäude Betten eingelagert. Auch Teilflächen des Gymnastikraums im Obergeschoss werden als Lagerflächen verwendet.

 

Frank Leistner, Leiter des Schul- und Sportamtes: „Ob und wann eine Aufnahme von Asylbewerbern erfolgt, ist derzeit noch unklar. Bis deren Zuweisung für eine Unterbringung in Rosenheim sicher ist, steht die Halle weiterhin für den Schul- und Vereinssport zur Verfügung.“

 

Sollte es zu einer Umnutzung der Luitpoldhalle kommen, werden für den Schulsport der Mittelschule am Luitpoldpark und des Ignaz-Günther-Gymnasiums im Rahmen bestehender Möglichkeiten andere städtische Sportstätten angeboten. Damit soll der Schulsport zumindest eingeschränkt weitergeführt werden können. Gleiches gilt für die betroffenen Sportvereine, speziell für die im Wettkampfbetrieb befindlichen Vereine.

 

In der Stadt Rosenheim leben aktuell 161 Asylbewerber. Die Flüchtlinge sind in 38 vom städtischen Sozialamt angemieteten dezentralen Unterkunftseinheiten untergebracht. „Die Lage und Situation der teils traumatisierten Menschen gestaltet sich bisher positiv. Speziell in Zusammenarbeit mit vielen ehrenamtlichen und professionellen Helfern können wir dazu beitragen, ein gutes Miteinander mit der heimischen Bürgerschaft zu fördern. Diese Unterstützung kann nicht hoch genug gewürdigt werden“, so Meixner.

„Vor dem Hintergrund dieser Zahlen wird erkennbar, dass die Anforderungen an die Stadt erheblich steigen werden. Unter Hochdruck akquirieren wir neue Unterkünfte, um unsere städtischen Aufnahmequoten erfüllen zu können. Dabei sind nachbarschaftliche Interessen besonders zu beachten. Zudem sollen nach Möglichkeit nicht zu große Unterkünfte angemietet werden“, so Sozialamts-Leiter Christian Meixner.

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