Löwen schlagen sich gut in Bad Tölz

EHC Waldkraiburg verliert Testspiel erst nach Penalty-Schießen

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ehcbEinen harten Kampf lieferte sich der Bayerische Meister am Freitagabend bei den „Buam“ des EC Bad Tölz. Erst nach Penalty-Schießen musste sich die Truppe von Trainer Rainer Zerwesz geschlagen geben. Gegen eines der Top-Teams der Oberliga Süd ein herausragendes Ergebnis, auf dem sich aufbauen lässt. In einem Mannschaftsteil besteht aber noch Nachholbedarf.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel, muss ich sagen“, erklärte EHC-Trainer Rainer Zerwesz nach der Partie. „Wir sind in der Vorbereitung, da schaue ich nicht auf das Ergebnis. Mir ist wichtiger, wie sich die Mannschaft verkauft und ihre Entwicklung ist. Aber es ist noch ein weiter Weg, das hat man gesehen“, so Zerwesz weiter und sprach auch genau an, wo er diese Probleme ausgemacht hat: „Hinten stehen wir super, nach vorne müssen wir uns noch deutlich steigern“, analysierte der 47-Jährige.

Im ersten Drittel verkauften sich die Löwen, die in Bad Tölz auf Daniel Hilpert verzichten mussten, da dieser an diesem Wochenende beruflich verhindert ist, teuer und zeigten ein starkes Spiel. Lauffreudig und auch vor dem Tor der Gastgeber erfolgreich: Michael Trox traf in Überzahl nach einer guten Viertelstunde zum 1:0 für die Industriestädter (15:33). Der mittlere Durchgang gehörte dann klar dem EC Bad Tölz, bedingt durch viele Strafzeiten, welche die Waldkraiburger hinnehmen mussten.

„Das hat viel Kraft gekostet und dadurch kamen wir aus dem Tritt. Nach vorne hatten wir dann wenige Torchancen, doch zum Glück hat uns unser Torwart im Spiel gehalten“, so Zerwesz. Eben dieser Torwart, nämlich Björn Linda, zeigte erneut starke Paraden, auch seine Vorderleute Tobias Thalhammer, Fabian Kalnzelsberger und Stanislav Hudec leisteten sich kaum Fehler und bekamen nach dem Spiel ein Extra-Lob durch ihren Trainer.

„Thalhammer war sehr gut, auch Stan Hudec sehr stark und ohne einen Fehler, wer aber überragend war, war Björn Linda. Unglaublich schnell und viele Chancen vereitelt. Aber so einen Torhüter brauchst du in dieser Liga auch und deshalb haben wir ihn ja auch geholt“, erklärte Rainer Zerwesz. Doch trotz all dieser starken Defensivleistungen musste man nach gut 34 Minuten den Ausgleich durch Stefan Reiter hinnehmen. Der 20-Jährige Angreifer stammt aus dem Nachwuchs von Bayernligist Germering und war in der Vorsaison noch beim späteren DEL2-Aufsteiger Bayreuth aktiv. In 45 Spielen kam er auf 18 Scorerpunkte (6 Tore).

Nach einem torlosen Schlussabschnitt, in dem die Löwen aus Waldkraiburg erneut in der Offensive nur noch sehr wenige Akzente setzen konnten, ging es in die Verlängerung. Diese dauert in diesem 5 Minuten und wird mit je drei Feldspielern gespielt. Für die Zuschauer ein echtes Spektakel, da es hin und her geht und man viele Abschlussszenen verfolgen kann. Einen erfolgreichen Abschluss bekam jedoch niemand hin und so musste im Penalty-Schießen der Sieger der Partie ermittelt werden.

Hier setzte sich das laue Lüftchen, das der Sturm des EHC wehen ließ, fort und die Löwen mit Daniel Hämmerle, Max Kaltenhauser und Lukas Wagner vergaben ihre Versuche allesamt. Linda war bei den Tölzer Versuchen mit Stefan Reiter und Michael Endraß auf dem Posten, der Kanadier Jordan Baker, den die Tölzer aus Sonthofen verpflichtet hatten sorgte aber für die Entscheidung.

Eishockey-Oberliga 2016/ 2017, Vorbereitung. EC Bad Tölz – EHC Waldkraiburg 2:1 n.P. (0:1/ 1:0/ 0:0/ 1:0). Tore: 0:1 15:33 Michael Trox (PP1), 1:1 34:44 Reiter St. (Strobl F., Schenkel Th.), 2:1 65:00 Baker J. (Penalty). Strafen: EC Bad Tölz 4 Strafminuten, EHC Waldkraiburg 21 Strafminuten + 20 Strafminuten (Thalhammer T.). Zuschauer: 433.

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