Landkreis baut neues Realschulgebäude

Ausschüsse billigen Planung - Baukosten: 14 Millionen

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RealschulePrien – Sobald die Baugenehmigung vorliegt und das Wetter mitspielt wird der Landkreis Rosenheim ein weiteres Schulbauprojekt in Angriff nehmen. In Prien erhält die staatliche Realschule ein neues Gebäude. Dem Entwurf stimmten sowohl der Ausschuss für Kultur, Sport, Fremdenverkehr und Schulangelegenheiten als auch der Kreisausschuss zu. Die beiden Ausschüsse, darunter der Albachinger Bezirksrat Sebsatian Freisinger (Mitte), trafen sich zu einer gemeinsamen Sitzung in der Priener Realschule.

Landrat Josef Neiderhell (rechts) erinnerte zu Beginn an die Zusage des Freistaats Bayern fast auf den Tag genau vor zwei Jahren, in Prien eine staatliche Realschule zu gründen. Gründe damals waren unter anderem die Synergieeffekte für die kommunale und die staatliche Realschule durch gemeinsam genützte Fachräume. Auch die Kooperation mit der örtlichen Mittelschule war entscheidend, so Neiderhell. Im Laufe der Diskussion erläuterte der Landrat zu-dem, warum kein anderer Standort für ein neues Schulgebäude in Betracht kam. Mittelfristig sollen die kommunale und die staatliche Realschule zu einer staatlichen Realschule zusammengelegt werden. Außerdem gebe es in Prien keinen geeigneten Standort für eine fünfzügige Realschule.

Thomas Strähle vom Architekturbüro Aldinger in Stuttgart, der die Entwurfsplanung vorstellte, ergänzte hierzu, die Erweiterung der Realschule sei so nachhaltig, wie man es sich nur vorstellen könne, weil keine neuen Flächen versiegelt würden.

Im ersten Bauabschnitt werden zunächst die vorhandenen Gebäude südlich der Realschule abgerissen. Anschließend entsteht an der freiwerdenden Stelle ein dreigeschossiger, vollunterkellerter Neubau, der sich mit den beiden voneinander getrennten Bestandsgebäuden der kommunalen Realschule barrierefrei verbindet. So entsteht eine U-förmige Anlage. Der bestehende Pausenhof bleibt bestehen und orientiert sich weiterhin zur Höhenbergstraße.

Der Schulneubau wird ortstypisch gestaltet und erhält ein mit Edelstahlblech abgedecktes Satteldach. Auf der südlichen Dachhälfte wird eine Photovoltaikanlage installiert, die einen Teil des Strombedarfs der Schule decken wird. Zudem gibt es eine Biomasse-Heizung in der Holzpellets verbrannt werden. Um einen effektiven Betrieb zu ermöglichen wird die neue Heizung mit der vorhandenen Gaskessel-Anlage verknüpft. Für das Licht werden LED-Leuchten sorgen.

Insgesamt stehen beiden Realschulen zukünftig 30 Klassenzimmer und 14 Fachräume zur Verfügung. Laut Prognose werden in den 30 Klassen rund 830 Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden, drei Klassen und etwa 120 Schülerinnen und Schüler mehr als im Moment.

Im Anschluss an die Errichtung des Neubaus saniert der Landkreis in einem zweiten Bauabschnitt das ältere der beiden bestehenden Gebäude. Die Bauarbeiten werden bei laufendem Schulbetrieb durchgeführt und voraussichtlich Ende 2016/Anfang 2017 abgeschlossen. Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme belaufen sich auf 14 Millionen Euro, wobei 10,5 Millionen auf den Neubau und 3,5 Millionen auf die Sanierung entfallen. Die Maßnahme wird staatlich gefördert, voraussichtlich im Umfang von 3,2 bis 3,5 Millionen Euro. Am Mittwoch wird das Projekt im Bauausschuss der Gemeinde Prien vorgestellt.

Realschule Prien Neubau Modell

 

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