Keine Flüchtlinge ins Müllerland

Feldkirchen-Westerham lehnt Tennishalle als Notunterkunft ab - Bürgermeister dafür

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Sfeldkircheno stark im Interesse stand die Tennishalle im Müllerland wohl nicht einmal zu der Zeit, in der es noch um den Sport ging: Die Halle soll – wie mehrmals berichtet – zu einer Asylbewerberunterkunft in Feldkirchen-Westerham werden. Bisher gab es seitens der Bevölkerung und auch im Gemeinderat überwiegend Ablehnung. Die einhellige Meinung: 300 Menschen auf einem so kleinen Fleck, dazu noch in einem Wohngebiet, das könne nicht funktionieren. Und so wurde jetzt erneut über eine Nutzungsänderung abgestimmt: Unterkunft für „nur” 215 Leute? Das Ergebnis: Nein!

Dass auch dies nicht genehmigt werden könne, darüber war sich die Mehrheit der Gemeinderäte des Ortes einig – sechs Mitglieder aber, darunter auch Bürgermeister Bernhard Schweiger, stimmten für die vorgeschlagene Nutzungsänderung – als 150-Leute-Variante. Doch auch die wurde somit abgelehnt.

Wieso und weshalb – darüber gehen die Meinungen in den Fraktionen auseinander. Während Franz Bergmüller von Pro Bürger vor allem den mangelhaften Brandschutz, fehlende Fluchtwege und mangelnde Rücksicht auf die nachbarschaftlichen Belange als Ablehnungsgründe nannte, argumentiert SPD-Fraktionssprecher Heinz Oesterle anders. Er und seine Parteigenossen plädierten auf Eintrag einer Grunddienstbarkeit auf die Tennisplätze. Somit wäre die Anzahl der Asylsuchenden in der Halle auf 150 begrenzt gewesen.

Auch verwies er auf das Angebot der SPD, auf den Tennisplätzen Container für 100 Personen aufzustellen. Oesterle: „Die SPD steht weiterhin zu dem von Anfang an geäußerten Wunsch nach dezentraler Unterbringung im gesamten Gemeindegebiet sowie zu dem in der Fraktionssprechersitzung entwickelten – den dezentralen Ansatz mitverfolgenden – Gesamtpaket.”

Foto: gemeinde

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