Kantig, verquer und zur Obacht auffordernd

Der „Weiherer und die Dobrindts“ kommen nach Schnaitsee - Samt neuer CD

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cd 1Auch nach 13 Jahren kommt der „langhaarige Liederbombenleger“ Weiherer als junger Wilder auf die Bühne. Daran wird sich nichts ändern. Am Freitag, 27. November, um 20 Uhr ist es in Schnaitsee beim Wirt soweit. Dabei ist musikalisch alles anders. Denn der bisherige Solomusikant und Wahlmünchner aus Niederbayern hat sich Verstärkung geholt: Jetzt gibt es „Weiherer und die Dobrindts“ live und mit brandneuer CD „Best of greatest Hits“ …

Mit Andreas Dombert (unter anderem mit Claudia Koreck on Stage) an der Gitarre, Manfred Mildenberger (mit Ringsgwandl) am Schlagzeug, Dominik Palmer (mit Eisbrecher) am Bass und Andi Königsmann (mit Zwoastoa) am Akkordeon – um nur einige Namen zu nennen – hat sich der unkonventionelle Self-Made-Man mit die spannendsten Musiker Bayerns auf die Bühne und ins Studio geholt.

Kein Wunder, so kommt die neue CD mit ordentlich Wumms und Power daher. Frisch und abwechslungsreich macht sie so richtig Laune! Der umtriebige Musiker und Produzent Dombert hat Weiherers musikalische Rohdiamanten zu funkelnden Songperlen aufpoliert. Ein ganz neuer Weiherer-Sound. Man lauscht, stutzt und ja, tatsächlich: es sind einige der Weiherer-Klassiker, im wahrsten Sinn ein „Best of“.

Im neuen Soundgewand kommen sie auch noch wie „Greatest Hits“ daher. Ein Schelm, wer Ironie dahinter vermutet. Das klingt mal nach Country, mal nach Balkan, mal nach Club-Sounds, mal nach Rock´n´Roll. Selbst Bluesharp und karibische Congas mischen mit. Die Vielseitigkeit dieser 13 Songs konnte unmöglich in nur einem musikalischen Stil widergegeben werden.

Im Studio hat die Band Song für Song den jeweiligen Spirit erspürt. Die Lieder selbst haben der Band also quasi geflüstert, welcher Musikstil zu ihnen passt und sie immer wieder auf eine musikalische Reise geschickt. „Scheiße schrein!“ wollte unbedingt in einen coolen Großstadtclub, „Des bissal Leb’n“, „Und i leb“ chillten lieber im Wohnzimmer oder am Lagerfeuer. „I woit“ zog aus nach Osteuropa, „Undda Drugg“ um die halbe Welt nach Südamerika, wo es „Andersrum“ an der Karibik am besten gefiel. Zwischendurch gibts den Weiherer auch mal ganz traditionell solo, bevor „Heute-Journal“ nach Nashville reist und die wunderschöne Ballade „Ned so schlimm“ a la Norah Jones in ein furioses Finale einstimmt.

Dank Weiherers bairisch-derbem Gesang bleiben alle Songs aber auch sehr heimatverbunden. Denn der Weiherer bleibt immer er selbst. Kantig und verquer und stets zur Obacht auffordernd. Unermüdlich mahnt er zu einem bewussten und respektvollen Leben. In bester bayerischer Hau-Drauf-Manier spart er nicht an Gesellschafts- und Systemkritik („Is des nu mei Hoamat“), um im nächsten Moment tieftraurig und nachdenklich zu werden („Des bissal Leb’n“). Der Weiherer bleibt der „Kämpfer mit der Klampfe“, immer ehrlich und direkt, jedoch nie verbittert, sondern wohlwissend, dass alles ned so schlimm ist.

Den so eigenen wie charmant ungeschliffenen Weiherer-Heimatsound gibt es natürlich auch weiterhin solo. Ebenso wie den kabarettistischen Geschichtenerzähler, der zwischen seinen Songs nie den moralischen Zeigefinger schwingt, eher als stiller Beobachter mit seiner Revolverschnauze auf Teufel komm raus für das Volk singt und redet – und nicht ums Verrecken für den globalen Markt. Ihn interessiert das große Ganze, die große Welt in der kleinen und das Hinschauen und Hinlangen, auch wenn´s weh tut.

Nach knapp 1.500 Auftritten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und sogar Dänemark und weit über 10.000 verkauften CDs hat der Weiherer nun also eine hochkarätige und sehr sympathische Band um sich geschart, die ihm wohltuend den Rücken stärkt und das Publikum zum Mitsingen und Tanzen einlädt.

Wos soi ma no sogn:

 Info/Ticket unter 08074-9157221!

 

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