Jenseits und Diesseits der Grenze

Afghanistan und Gewalt gegen Geflüchtete: Initiativkreis Migration lädt ein

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gewaltVorträge zu Afghanistan und rechter Gewalt gegen Geflüchtete: Der Initiativkreis Migration Rosenheim blickt am Montag, 30. Mai, und Mittwoch, 1. Juni, mit zwei Vorträgen im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Asyl ist Menschenrecht 2016“, auf das Jenseits und Diesseits der Grenze. In einem ersten Vortrag, „Afghanistan, ein immer noch unsicheres Land“, geht es um die Fluchtursachen aus Afghanistan. Im zweiten Vortrag werden flüchtlingsfeindliche Angriffe und ihre Auswirkungen thematisiert.


Wanderungs- und Fluchtgeschichten prägen Afghanistan seit langem. Nicht nur die militärischen Interventionen der vergangenen Jahrzehnte haben Menschen zur Flucht ins Ausland getrieben, auch innerstaatliche Konflikte haben dazu geführt, dass die Zahl der Binnenvertriebenen
stetig zugenommen hat.

Der Politikwissenschaftler Hamun Tanin schildert die Lebensrealitäten der Menschen in Afghanistan und analysiert die vielfältigen Fluchtgründe. Er gibt einen Einblick in die Motivation und
Odyssee afghanischer Flüchtlinge. Der Vortrag beginnt am 30. Mai im Z-linkes Zentrum – Innstraße 45 a in Rosenheim – um 20 Uhr.

Der Initiativkreis:

Im zweiten Vortrag wird aufgezeigt, dass es rechte Gewalt immer gegeben hat. Doch mit der Ankunft tausender Geflüchteter fand die rechte Szene – wie schon in den 90er Jahren – im vergangenen Jahr ein Agitationsfeld, das rechten Kräften Auftrieb lieferte. Und Opfer. Spätestens seit Heidenau und Freital ist klar: Geflüchtete sind erneut Ziel massiver rechter Gewalt. Die Amadeu-Antonio-Stiftung dokumentiert diese Übergriffe auf Asylsuchende und ihre Unterkünfte. Dabei stellt sich immer wieder heraus, dass die Ermittlungsbehörden viele Fälle überhaupt
nicht wahrnehmen, rassistische Tatmotive ignorieren oder die Strafverfolgung rechter Täter nicht mit der gebotenen Dringlichkeit betreiben.

Marius Münstermann von der Amadeu-Antonio-Stiftung, der die Chronologie flüchtlingsfeindlicher Angriffe dokumentiert, wird über das Ausmaß rechter Gewalt sprechen – und über nötige Konsequenzen zum Schutz der Betroffenen und zum Umgang mit den Tätern. Der Vortrag findet am 1. Juni, ebenfalls im Z-linkes Zentrum statt. Beginn ist 19 Uhr.‘

Der Eintritt ist frei.

 

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