In Zugtoiletten und unter Sitzbank versteckt

Flüchtlingsstrom ohne Ende: Gestern 77 unerlaubt Eingereiste am Bahnhof

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SONY DSCSeit einigen Wochen muss die Rosenheimer Bundespolizei fast durchgängig ihre Turnhalle als Sammelunterkunft für unerlaubt Eingereiste bereitstellen. Erst Mittwochfrüh hatten Schleierfahnder im Nachtzug aus Verona 31 Personen ohne Einreisedokumente festgestellt (wir berichteten). Noch bevor die Gruppe von der Bundespolizei zur Aufnahmestelle in Zirndorf (Landkreis Fürth) weitergeleitet werden konnte, folgten am gestrigen Donnerstag 77 weitere illegal eingereiste Männer, Frauen und 14 Kinder aus einem Eurocity auf gleicher Fahrtstrecke …

Auf Höhe Oberaudorf stießen die Rosenheimer Fahnder auf eine große Gruppe ausweisloser Ausländer verschiedener Herkunft. Beim Zwischenstopp des Zuges am Bahnhof in Rosenheim wurden schließlich unter Hinzuziehung weiterer Kräfte der Bundespolizei insgesamt 77 Menschen in Gewahrsam genommen, heißt es am heutigen Mittag..

Drei von ihnen hatten sich in Zugtoiletten eingesperrt, eine Jugendliche war unter eine Sitzbank gekrochen. Die Beamten brachten die hauptsächlich aus Eritrea und Syrien Stammenden, unter ihnen 14 Kinder, für die Dauer der polizeilichen Sachbearbeitung in der Turnhalle der Rosenheimer Bundespolizeiliegenschaft unter.

Bei den syrischen Reisepässen einer dreiköpfigen Familie entdeckten die Beamten Manipulationsspuren am Gültigkeitsdatum. Die drei Syrer werden sich demzufolge auch wegen Urkundenfälschung verantworten müssen.

Momentan vernehmen die Bundespolizisten alle Aufgegriffenen mit Hilfe von Dolmetschern und stellen ihre Identität fest. Sofern die unerlaubt Eingereisten ein Schutzersuchen vorbringen, führt ihr weiterer Weg über Zirndorf in die Flüchtlings-Aufnahmestellen verschiedener Bundesländer.

Unser Foto von der Polizei: Feldbettenlager in der Turnhalle in Rosenheim

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