In der Nacht: Das Weihnachtswunder der Polizei!

Sie wussten nicht, was sie transportieren und für wen - Sie wussten nur, schnell muss sein

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Blaulicht03Genau um 00.00 Uhr heute am 24. Dezember ging bei der Polizei in Rosenheim ein ungewöhnlicher Anruf ein. Das Klinikum Rosenheim bat dringend um polizeiliche Unterstützung bei einem Transport wichtiger Medikamente. Gegen 17 Uhr gestern hatte ein Mädchen im Krankenhaus Agatharied das Licht der Welt erblickt. Ein wunderschöner Augenblick für die Eltern des Neugeborenen. Am späten Abend jedoch kam es plötzlich zu ernsten Komplikationen. Das Ärzteteam versuchte stundenlang das Kleinkind zu stabilisieren. Aufgrund des raschen sich verschlechternden Gesundheitszustandes …

… war ein Transport in die vermutlich rettende Kinder-Intensiv-Station Rosenheim nicht möglich. Es wurde dringend ein spezielles Medikament benötigt, um das Kind für den lebenswichtigen Transport zu stabilisieren. Dieses Medikament war jedoch nicht verfügbar und nur im Klinikum Rosenheim vorhanden. Diese hatten jedoch keine Möglichkeit zum Transport und wandten sich deshalb an die Polizei.

Unverzüglich wurde entschieden, sofort eine Streife aus dem Innenstadtbereich abzuziehen und zum Klinikum Rosenheim zu entsenden. Als die Streife unmittelbar nach der Auftragsübernahme am Klinikum Rosenheim eintraf, wartete bereits ein Arzt vor der Notaufnahme und übergab die benötigten Medikamente an die Einsatzkräfte der Polizei.

Die Polizeistreife machte sich mit Hochdruck auf den Weg in das 34 Kilometer entfernte Agatharied. Unter Zuhilfenahme sämtlicher zur Verfügung stehender Einsatzmittel, unter anderem Blaulicht und Martinshorn, bewerkstelligte die Streifenbesatzung den Weg über die Autobahn und die kurvenreichen Straßen im Gemeindebereich Irschenberg und Miesbach in kürzester Zeit und kam sicher ans Ziel.

Die Streifenbesatzung mit der lebensrettenden Fracht wurde am Eingang der Notaufnahme bereits sehnlichst erwartet. Ohne viele Worte wurden die Medikamente übernommen und zum behandelnden Arzt gebracht. Mithilfe dieser Medikamente konnte das kleine Mädchen nach einiger Zeit stabilisiert und zur Kinder-Intensiv-Station in Rosenheim verbracht werden.

Erst am Ziel angekommen und bei einer kurzen Verschnaufpause erfuhren die eingesetzten Beamten, was sie eigentlich genau transportierten, und vor allem wem dieser Einsatz zugute kam.

Nach Rücksprache mit dem Klinikum Rosenheim in den frühen Morgenstunden herrschte Gewissheit. Das Neugeborene hat überlebt und ist stabil. Nun darf das Mädchen ihr erstes Weihnachten gemeinsam mit den Eltern erleben.

 

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Ein Gedanke zu „In der Nacht: Das Weihnachtswunder der Polizei!

  1. Freund aller Rettungs- und Hilfsdienste

    Weihnachtswunder – da ist es doch toll, dass es die Polizei gibt und diese sich als Freund und Helfer zeigt.

    Das sollten sich alle genau durchlesen, die immer wieder auf Polizeibeamte schimpfen, negative Stimmung verbreiten und voreilig unsachliche Schlüsse ziehen.

    Ich bin froh, dass wir so fleißige Helfer haben, die auch ihr eigenes Leben auf`s Spiel setzen, um andere zu schützen oder zu retten.

    Vielen Dank für Euren stetigen Einsatz rund um die Uhr.

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