„Ich brauchte Geld und die einen Fahrer“

Schleuser in U-Haft - Bub war mit Männern in Kleinwagen eingepfercht

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OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Bundespolizei hat heute am Montag eine mutmaßliche Schleuserin in die Untersuchungshaft eingeliefert. Die Brasilianerin hatte sieben syrische Staatsangehörige unerlaubt ins Land gebracht. Ihre Argumentation – „Ich brauchte Geld und die einen Fahrer“ – bewahrte sie nicht vor dem Gefängnis. Schleierfahnder kontrollierten gestern abend die Insassen eines Pkw mit italienischer Zulassung. In dem Wagen der 41-jährigen Frau befanden sich sechs weitere Personen, darunter zwei Kinder. Das Mädchen saß auf dem Schoß der Mutter auf dem Beifahrersitz. Der Bub war mit vier Männern im Fond des Kleinwagens eingepfercht …

Einreisepapiere konnte keiner von ihnen vorlegen. Die in Italien lebende Fahrerin gab an, die Personen zufällig in Mailand getroffen zu haben. Da sie selbst Geld brauchte und die anderen einen Fahrer, wurde man sich schnell einig.

Die Beamten schenkten der Geschichte des zufälligen Zusammentreffens allerdings keinen Glauben. Bei der Vernehmung der Geschleusten in den Diensträumen der Bundespolizei sagten diese aus, dass sie 600 Euro pro Person an einen Mittelsmann in Italien gezahlt hatten, um bis nach München zu kommen. Der Vermittler sei anschließend mit der brasilianischen Frau wiedergekommen.

Die 41-Jährige erwartet nun ein Strafverfahren wegen unerlaubter Einreise und Einschleusens von Ausländern. Nach Vorführung beim Haftrichter wurde sie von den Bundespolizisten zur Untersuchungshaft in die Justizvollzugsanstalt Traunstein eingeliefert.

Das gleiche Schicksal hatte einen Italiener bereits am Samstag ereilt. Der 60-Jährige hatte vier syrische Staatsangehörige ohne Papiere ins Land gebracht. Auf der A8 bei Bad Feilnbach beendeten Rosenheimer Fahnder seine Schleusertour. Er sitzt mittlerweile hinter Münchner Gefängnismauern. Alle Geschleusten wurden der Flüchtlingsstelle in München zugeleitet.

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