„Hier ist kein Platz für Fremdenhass“

Gegendemonstranten wollten Rechte mit Sitzblockade aufhalten - Polizei schleppte sie weg

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demoBad Aibling – Gerade mal zehn rechte Demonstranten sorgten am Wochenende für ein großes Polizeiaufgebot und etwa 250 lautstarke Gegendemonstranten, die in der Innenstadt von Bad Aibling den Rechten klar machten, dass sie hier nichts zu suchen haben. Der Bereich auf der Münchener Straße kurz vor dem Rathaus war dafür abgesperrt worden. Es war erstmals der Frauenmarkt in Bad Aibling. Eigentlich eine entspannte und vor allem ruhige Veranstaltung. Trotzdem beherrschten Trillerpfeifen und Sprechchöre die Szenerie am Samstagnachmittag. Der Grund war …

… eine Kundgebung der Partei „Die Rechte”. Nur zehn Mitglieder standen dann da auf der Münchener Straße – umgeben von Absperrgittern und geschützt von in schwarz gekleideten Polizisten.

Denn die Bürger in Bad Aibling wollten die Parolen der Nazis nicht hören. Mit allen zu Verfügung stehenden Mitteln übertönten sie die Demo der Rechten. Plakate und Transparente wurden den ewgig Gestrigen entgegen gehalten. Tenor: Hier ist kein Platz für Fremdenhass.

Die Rechte hat sich die derzeitige Flüchtlingsthematik vorgeknöpft und will sich so Sympathisanten in der Bevölkerung schaffen. In Bad Aibling ist ihnen das am Samstag nicht gelungen. Als das kleine Nazi-Häuflein nach einer guten halben Demo-Stunde abzog, wurde das von den anwesenden Gegendemonstranten lautstark beklatscht und gefeiert.

Das Spiel war da allerdings noch nicht aus. Denn einige aktive Nazigegner wussten, dass die Rechten nun nach Rosenheim zur nächsten Kundgebung ziehen würden. Obwohl die Polizei sie daran hindern wollte, gelang es einigen Gegendemonstranten, mit einer Sitzblockade in der Hofmühlstraße die Nazis an der Weiterfahrt zu hindern.

Das dauert allerdings nur kurz, denn die Polizei zeigte sich nicht als Freund und Helfer, sondern als Träger und Schleifer – die Beamten trugen die Blockierer von der Fahrbahn.

Genutzt hat es den Rechten wenig, ihre groß angekündigten Demos in Rosenheim waren eine Randerscheinung im Stadtbild. Die letzte Kundgebung auf dem Max-Josefs-Platz wurde gar abgesagt.

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