Gülich holt WM-Titel im Kunstrad

RSV Steinhöring: Mit COROX und Therapie-Zentrum Friedl zum Erfolg

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WM_KunstradSteinhöring/Edling – Es waren die wohl längsten fünf Minuten ihres bisherigen Lebens. Mit Argusaugen verfolgten Katharina Gülich und ihre drei Teamkolleginnen Christine Posch, Ramona Ressl und Michaela Schweiger vom RSV Steinhöring die Kür der Schweizer Kunstradmeister bei der Weltmeisterschaft im fernöstlichen Malaysia. Das deutsche Team hatte kurz zuvor ihre Kür bereits absolviert. Und wie: mit souveränen 202,81 Punkten wurde die wichtige 200-Punkte-Marke geknackt und somit mit dieser Drohkulisse im Rücken auf die noch folgende Konkurrenz – immerhin der amtierende Weltmeister aus der Schweiz – ordentlich Druck ausgeübt.

Stichwort Druck. Er kann einen antreiben, noch stärker machen. Er kann jedoch auch komplett
lähmen, so dass man selbst einfachste Bewegungsprozesse nicht mehr flüssig ausführt. Gülich und
Kollegen können mittlerweile mit Druck umgehen. In Deutschland seit Jahren das Nonplusultra.
Und international zählt man mittlerweile auch zu den Gejagten. Nur letztes Jahr musste man dem
hohen Druck Tribut zollen. Mit einer komplett neuen Fahrerkonstellation agierte man etwas
zurückhaltend und die Schweiz durfte sich anschließend Kunstradweltmeister 2014 betiteln lassen.

Doch aus dieser bitteren Niederlage zogen die Mädels vom RSV Steinhöring ihre Lehren.
Trainierten wie die Berserker. Im Team an der Choreographie und den technischen Raffinessen auf
dem Rad. Aber auch einzeln. Drei der vier Kunstrad-Asse trainieren regelmäßig mit dem COROX-Trainingssystem, das auch beim Thertapiezentrum Friedl in edlin eingesetzt wird (wir berichten). Für die ausgebildete Physiotherapeutin, die im Therapie- und Trainingszentrum angestellt ist, die ideale Verbindung. Gleichgewicht, Orientierung im Raum und eine schnelle Reaktionsfähigkeit sind nicht nur elementar im Kunstradsport, sondern auch die Trainingsprämissen der friedlschen COROX-Philosophie.

Die Schweiz hielt dem Druck des Deutschen Quartetts nicht stand, musste vom Rad absteigen und
landete lediglich auf dem dritten Platz. Für Gülich und Kollegen besiegelte dies den neuerlichen
Weltmeistertitel.

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