Frühjahrsaufschwung auf dem Arbeitsmarkt

Rosenheim: Arbeitslosenquote geht auf 3,1 Prozent zurück

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Wegweiser ArbeitsamtDer stellvertretende Leiter der Rosenheimer Arbeitsagentur, Jakob Grau, zur aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt: „Am Stichtag Mitte April wurden im Agenturbezirk Rosenheim 8560 Bürgerinnen und Bürger als Arbeitslose erfasst, das sind 940 weniger als im Vormonat und 380 weniger als im April letzten Jahres. Bereits mit den März-Daten zeichnete sich der Frühjahrsaufschwung auf dem Arbeitsmarkt ab, jetzt ist er da.“

Grau weiter: „Wir gehen sogar davon aus, dass sich dieser positive Trend im nächsten Monat weiter fortsetzen wird, denn erfahrungsgemäß bringen die Osterfeiertage ein Beschäftigungsplus bei allen Berufen rund um die Bereiche Tourismus und Gastronomie.“ Vom Abbau der Arbeitslosigkeit profitierten alle Personengruppen, allerdings seien immer noch mehr Männer (4540 Arbeitslose) als Frauen (4020 Arbeitslose) bei der Agentur für Arbeit und den Jobcentern als erwerbslos gemeldet. „Dennoch, die Arbeitslosenquote von 3,1 Prozent (Vormonat 3,4 Prozent, Vorjahr 3,3 Prozent) unterstreicht den guten Arbeitsmarkt.“

Grau führt weiter aus: „Bei den Stellenangeboten ist ebenfalls eine deutliche Zunahme zu beobachten. Die meisten Firmen, auch Klein- und Mittelbetriebe, blicken optimistisch in die Zukunft. Im Berichtszeitraum vom 13. März bis 10. April wurden uns 1050 Arbeitsstellen, darunter 970 sozialversicherungspflichtige, neu zur Besetzung gemeldet, insgesamt fast 80 mehr als im Vormonat und sogar über 24 Prozent – plus 205 – mehr als im Vorjahr. Offene Stellen melden insbesondere das verarbeitende Gewerbe, der Handel, die Gastronomie und das Gesundheits- und Sozialwesen. Uns ist bewusst, dass wir nicht mehr alle Personalwünsche umgehend erfüllen können, manchmal braucht es auch Zeit.“

Trotzdem sei es wichtig, dass man ein Gesamtbild über die Arbeitskräftenachfrage bekomme. „Melden Sie uns daher Ihre offenen Stellen und besprechen Sie mit unseren Vermittlungsfachkräften die Einstellungskriterien und mögliche Alternativen. Unter der kostenlosen Servicerufnummer 0800 4 5555 20 können Sie direkt und schnell unseren Arbeitgeberservice erreichen.“

Bei der Stellenbesetzung und der gezielten Unterbreitung von Vermittlungsvorschlägen greift die Arbeitsagentur nicht nur auf Arbeitslose zurück, sondern auch auf Arbeitsuchende in der sogenannten „Job to Job-Phase“. Damit sind Bewerber gemeint, die noch in Beschäftigung sind, denen aber bereits gekündigt wurde. Im Bewerberpool sind darüber hinaus „Jungbewerber“, also junge Menschen, bei denen das Ausbildungsverhältnis demnächst endet und die jetzt schon wissen, dass sie von ihrem Ausbildungsbetrieb nicht übernommen werden.

Hier stehen gut motivierte, zukünftige Fachkräfte zur Verfügung. Außerdem ist der Arbeitsmarkt hier in der Region von einer starken Dynamik geprägt, sodass vielleicht nicht heute, aber morgen oder übermorgen der passende Bewerber für eine freie Arbeitsstelle mit dabei ist.

Insgesamt haben sich vom 14. März bis zum 10. April (Berichtszeitraum) 3450 Arbeitslose, davon 2590, die von der Agentur für Arbeit betreut wurden und 865, die bei den Jobcentern gemeldet waren, aus der Erwerbslosigkeit abgemeldet, viele davon in Arbeit (insgesamt 1 940).

Im selben Zeitraum meldeten sich 2530 Personen neu oder erneut arbeitslos. Diese „Zugänge“ betreffen beide Rechtskreise, das heißt, bei der Agentur für Arbeit in Rosenheim und den Geschäftsstellen in Holzkirchen, Bad Tölz und Wolfratshausen haben sich 1760 und bei den Jobcentern 770 Bürgerinnen und Bürger gemeldet.

Der Arbeitsmarkt in den einzelnen Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim:

Die Gesamtzahl der Arbeitslosen wird nach zuständigen Rechtskreisen unterschieden. Die Arbeitsagentur betreut Menschen nach dem Rechtskreis SGB III und die Jobcenter nach dem Rechtskreis SGB II.

 

 In der Stadt Rosenheim ist die Zahl der Arbeitslosen mit 1 716 Betroffenen gegenüber dem Vormonat um insgesamt 52 Personen zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote ist auf 5,2 Prozent (Vormonat: 5,4) gesunken. Von den betroffenen Personen werden derzeit 662 (minus 83) von der Hauptagentur in Rosenheim betreut. Die Zahl der durch das Jobcenter Rosenheim Stadt betreuten Kunden ist dagegen leicht um 31 auf 1 054 gestiegen. Achtung: Das Jobcenter Rosenheim Stadt befindet sich ab Anfang Mai am Mühlbachbogen 3.

 

 Der Landkreis Rosenheim weist eine Arbeitslosenquote von 2,7 Prozent (Vormonat: 3,0) auf. Hier sind mit 3 579 erwerbslosen Personen, 395 weniger gemeldet als im März. Von den Beschäftigungslosen werden 2 103 Personen durch die Hauptagentur in Rosenheim (SGB III) betreut, 378 weniger als im März. Das Jobcenter Landkreis Rosenheim (SGB II) ist für 1 476 Frauen und Männer zuständig, 17 weniger als im Vormonat.

 

 Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen verzeichnet mit 1 786 erfassten Arbeitslosen einen Rückgang (minus 307) bei der Arbeitslosigkeit. Die Quote hat sich hier von 3,2 auf 2,8 Prozent verringert. Die Arbeitsagenturen Bad Tölz und Wolfratshausen betreuen insgesamt 1 020 Erwerbslose, 250 weniger als im Vormonat. Das Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen kümmert sich um 766 arbeitslos gemeldete SGB II – Kunden (minus 57 gegenüber dem Vormonat).

 

 Im Landkreis Miesbach beträgt die Arbeitslosenquote 3,0 Prozent (Vormonat: 3,3). Hier sind derzeit 1 482 Personen erwerbslos gemeldet, 188 weniger als im Vormonat. 885 Männer und Frauen werden von der Agentur für Arbeit in Holzkirchen betreut, 178 weniger als im März. Das Jobcenter in Miesbach verzeichnet bei der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat ein Minus von zehn Betroffenen, aktuell sind 597 SGB II – Kunden als arbeitslos gemeldet.

Die Eckdaten im Detail: hier klicken

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