Frau stürzt in Mangfall: Rettung behindert

Rosenheim: Schaulustige und einige Autofahrer erschweren gestern Hilfseinsatz

image_pdfimage_print

Blaulicht03Gegen 11 Uhr stürzte gestern eine 73-jährige Rosenheimerin auf dem Mangfalldamm in der Nähe der Kufsteiner Straße in Rosenheim. Unglücklicherweise stürzte die Dame dabei auch noch den Damm herab und landete im Wasser der Mangfall. Aus eigenen Kräften konnte sie sich nicht mehr retten. Aufmerksame Passanten hörten Hilferufe und verständigten sofort die Polizei. Nur wenige Minuten später waren – trotz des zeitgleichen Großeinsatzes in Bad Aibling wegen des tragischen Zugunglücks – Feuerwehr, Notarzt, Rettungsdienst, THW und Polizei vor Ort und retteten die 73-Jährige. Trotzdem war …

… die Körpertemperatur der Frau im kritischen Zustand. Deshalb wurde ein Rettungshubschrauber angefordert. Die Frau kam daraufhin ins Krankenhaus Rosenheim. Inzwischen sei sie auf dem Weg der Besserung.

Aufgrund des Einsatzes musste die Kufsteiner Straße auf Höhe der Mangfallbrücke beidseitig für 25 Minuten gesperrt werden.

Ein trauriges Fazit ist jedoch, dass mehrere Schaulustige den Einsatz behinderten und die Arbeit für Polizei und Rettungsdienst erschwerten, so die Polizei heute. Auch mehrere Pkw-Fahrer fuhren um die Absperrung der Polizei und wollten mit ihren Autos die Mangfallbrücke passieren. Deswegen muss nun ein Pkw-Fahrer mit einer Bußgeldanzeige samt Punkt rechnen.

Bei Rettungs- und Polizeieinsätzen ist schnellste Hilfe erforderlich. In diesem Sinne weist die Polizei darauf hin, dass den Anweisungen der Polizei- und Hilfskräften stets Folge zu leisten ist. Es stehe ein Ziel im Vordergrund – die Bergung und Versorgung hilfloser und verletzer Personen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

3 Gedanken zu „Frau stürzt in Mangfall: Rettung behindert

  1. Da bleibt einem doch glatt die Spucke weg. Aufgrund der bodenlosen Neugier werden immer wieder Menschenleben in Gefahr gebracht.

    Wenn jeder dieser Gaffer ein gewaltiges Verwarnungsgeld zu zahlen hätte, dann würde es sich der eine oder andere überlegen, Rettungsmassnahmen zu behindern.

    Ich benutze nur ungern Kraftausdrücke, aber für solche Herrschaften habe ich nur eine Bezeichnung übrig: VOLLDEPPEN

    0

    0
    Antworten
    1. … bin in so einem Fall ganz klar für eine EIGENBETEILIGUNG an den Kosten!

      Um nicht zu vergessen, dass es vor Ort wirklich wichtigere Themen gibt, als Schaulustige aus`m Wasser zu ziehen!

      Die Damen und Herrn von THW Und Feuerwehr verdienen Respekt und Hochachtung und brauchen nicht noch eins obendrauf an Arbeit!!!

      0

      0
      Antworten
  2. In meinen knapp 25 Jahren aktivem THW-Dienst im Bereich Biebelrieder Kreuz bis Geiselwind (A3), einem recht unfallträchtigen Autobahnabschnitt, gehörte es (leider), neben der Rettung Verletzter, oder der Bergung tödlich Verunglückter, zu einer wichtigen und sehr nervenden Aufgabe, den Verkehr immer wieder „anzuschieben“, also mit Kelle und Armbewegung zur Weiterfahrt aufzufordern. Unglaublich, was wir zum Teil erlebten, vor allem, wenn mal wieder ein LKW mit Spirituosen, etc. verunglückt war: dann kamen sogar die „G-Affen“ aus den Nachbargemeinden angerückt, um Brauchbares abzustauben. Vergleichbar sicher mit Plünderungen nach Katastrophen aller Art, egal wo.
    Mein „lustigstes“ Erlebnis: LKW-Unfall nachts, Autofahrer schlichen gaffend vorbei. Mein Kollege fuchtelte mit Lampe und Kelle und schrie zu einem offenen Autofenster hin “ Mensch! Fahr zu!!“ Der Angesprochene glotzte weiter aus dem Fenster, gab aber gleichzeitig Gas und krachte seinem ebenfalls gaffenden Vordermann in das Heck!

    0

    0
    Antworten