Frau (47) stirbt an Überdosis Fentanyl

Schon der 16. Drogentod im Jahr 2015 im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd

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Innenminister Herrmann stellt neue Sicherheitsausstattung der Polizei und neue Absicherungseinrichtungen der Autobahnmeisterei vor Foto: 10nach8 / Grundmann 23.07.2008Eine sehr traurige Mitteilung erreicht unsere Redaktion heute am Freitagvormittag aus dem Polizeipräsidium: Eine 47-jährige Frau aus Waldkraiburg ist am Mittwochabend tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden. Für die Ermittler der Kriminalpolizei ergaben sich Hinweise, dass die Frau Opfer ihres langjährigen Drogenkonsums geworden war. Die Obduktion am Institut für Rechtsmedizin hat dies bestätigt. Ein Angehöriger fand die leblose Person gegen 20 Uhr in ihrer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Waldkraiburg. In unmittelbarer Nähe der Verstorbenen fanden die Beamten drogentypische Utensilien und Hinweise auf das Schmerzmittel Fentanyl …

Jede Hilfe kam zu spät: Der sofort verständigte Notarzt konnte nur mehr den Tod der Frau feststellen.

Die Kriminalpolizeistation Mühldorf übernahm die Ermittlungen zur Klärung der Todesursache. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Traunstein wurde die Leiche im Münchner Institut für Rechtsmedizin obduziert. Ein endgültiges Ergebnis der Untersuchungen steht zwar noch aus, allerdings wurde bei einem toxikologischen Vortest der Verdacht der Ermittler bestätigt.

Bei der Verstorbenen handelt es sich somit um den 16. Drogentoten im Jahr 2015 im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd …

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6 Gedanken zu „Frau (47) stirbt an Überdosis Fentanyl

  1. Manuel Kant

    Unglaublich, mein Beileid an die Angehörigen.
    So was ließe sich verhindern, wenn Bayern endlich mal von seiner repressiven Drogenpolitik absehen würde und wirkliche Therapien (z.b. Heroin aus der Apotheke oder Konsum mit ärztlicher Begleitung) anbieten würde, diese Politik trägt Schuld daran, dass Bayern mitunter die meisten Drogentoten des Landes hat. Hier muss sich ein Süchtiger verstecken und Fentanyl konsumieren, weil dieser Staat SuchtKRANKEN nicht die Hand reicht, sondern sie abschreckt! Nehmt euch ein Beispiel an der Schweiz oder den Niederlanden!

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    1. The Guardian

      Dazu möchte ich anmerken, dass die Niederlande selbst eingesehen haben, dass der von ihnen eingeschlagene Weg nicht der beste war. Man versucht zurückzurudern. Witzigerweise befand ich ich selbst vor 3 Wochen im schönen Amsterdam. Es wäre ja wirklich ein Genuß gewesen, am Abend vor dem Lokal zu sitzen, wenn nicht ständig total zugekiffte Jugendliche, aber auch Erwachsene durch die Gegend getorkelt wären. Soviel zum Thema der Legalisierung von Drogen. Keine Frage, wer unter chronischen Schmerzen leidet und somit BTM (betäubungsmittelpflichtige Medikamente) benötigt, der soll diese auch erhalten. Ansonsten aber bin ich der Meinung, dass man eine Sucht bekämpfen und nicht mittels der Legalisierung von Drogen, verstärken soll. Diesen Menschen muss in geeigneten Einrichtungen geholfen werden. Hilfe und Prävenetion stehen meines Erachtens im Vordergrund.

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  2. Manuel Kant

    Es wird immer Menschen geben die den Kampf gegen ihre Sucht nicht gewinnen können/wollen, soll man dann weiterhin in Kauf nehmen dass diese Menschen ihr Leben dafür riskieren müssen?
    In Berlin torkeln dann einen halt besoffene Jugendliche und Erwachsene entgegen, ist das ein Unterschied?
    Und im übrigen, nur weil du dich dadurch gestört fühlst müssen Menschen ein Rausch freies Leben führen? Findest du das nicht ein wenig intollerant?

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    1. The Guardian

      Fakt eins: Ich bevorzuge in einer Diskussion zu siezen und nicht zu duzen. Zum zweiten verstehe ich die Aussage mit dem „rauschfreien“ Leben wahrhaftig nicht. Wenn sich jemand dem Raub seiner Hirnzellen bewußt aussetzt, dann bitte schön. Es geht mir aber auch darum, dass sich in der Umgebung dieser torkelnden Individuen vielleicht nicht nur Erwachsene befinden. Wenn sich der/die „Berauschte“ in seine/ihre 4 Wände zurückzieht und somit zu keiner Gefährdung dritter führt, dann zum zweiten Male: Bitte schön. Allerdings vergeht doch kaum ein Tag, wo die Medien nicht von Alkoholfahrten berichten mit zum Teil leider schrecklichen Ausgang. Ja, mag sein, dass ich intoleralnt (schreibt man mit einem „l“) bin, aber ich trage auch Verantwortung für ein kleines Kind und möchte vermeiden, dass es eben genau solche Exzessivsituation als „normal“ betrachtet. Weder alkoholisierte, noch unter Drogen stehende Jugendlich und Erwachsene empfinde ich, egal in welcher Stadt als schönen Anblick.

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  3. Manuel Kant

    Ich bevorzuge meine Mitmenschen zu duzen.
    Ich denke du musst noch lernen zu akzeptieren dass es Lebensentwürfe gibt die nicht deine Weltanschauung und Logik teilen. Ich finde es bedenklich alles was einem nicht passt aus dem öffentlichen Leben zu verbannen! Ich kenne Menschen die auch ganz ohne Drogen sich und dritte in Gefahr bringen, macht es euch nicht immer so leicht und schiebt Probleme auf die Substanz, meistens liegt das Problem in der Entwicklung der Person.
    Im Bezug auf Erziehung kann ich dann wohl auch nur sagen dass ein Kind deutlich besser auf das Leben vorbereitet wird wenn um ihm herum keine Scheinwelt aufgebaut wird. Das gehört zu unserer Welt und zu unserem Leben dazu. Ich finde berauschte Menschen oft lustig, bereichernd und tiefgründig, ich habe einfach eine andere Perspektive wie du und die darf genauso wie deine existieren!

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    1. The Guardian

      Werter Herr Kant, Sie können ja gerne beim Du bleiben. Wenn Sie sich nur heute einmal die Artikel in der Wasserburger Stimme angeschaut haben, dann dürfte Ihnen ja wohl nicht entgangen sein, dass es wieder einige Drogendelikte gab. Sie vergessen eine Tatsache: Wir haben in Deutschland eine klare Gesetzgebung, was den Drogenkkonsum betrifft. Wer sich nicht daran hält, hat auch die Konsequenzen zu tragen. Was die Scheinwelt betrifft, die Sie anmerken, so kann ich nur sagen, dass es anscheinend Sie sind, der in solch einer Welt lebt. Sie haben jeglichen Bezug zu Realität in Sachen Drogen anscheinend verloren, wenn Sie einen berauschten Menschen als lustig und bereichernd empfinden. Fragen Sie doch mal bitte Angehörige, die ein Familienmitglied durch übermäßigen Drogenkonsum verloren haben, ob diese das auch so lustig finden. Ich finde Ihre Kommentare als äußerst geschmacklos und habe für meine Person beschlossen, keine weitere Diskussion mit Ihnen zu führen, da ich Ihre Beiträge mittlerweile als, sagen wir es einmal freundlich, weltfremd und etwas verkokst, äh verkorkst betrachte.

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