„Flüchtlingsstrom so stark wie noch nie“

Auch gestern wieder ein Großaufgriff - Fast 1000 Menschen in nur fünf Tagen

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SONY DSCJeder hat nur eine Tasche dabei oder einen Rucksack: Der Strom an Flüchtlingen, der derzeit Rosenheim erreicht, ist so stark wie nie zuvor. Für die Bundespolizisten und die Hilfskräfte gibt es derzeit keine Verschnaufpause: Auch gestern am Mittwoch musste die Bundespolizei erneut rund 190 unerlaubt eingereiste Personen an nur einem Tag feststellen.Tags zuvor waren es bereits etwas mehr als 200 und am vergangenen Wochenende sogar über 500 …

Die meisten von ihnen stammen ursprünglich aus afrikanischen Ländern. Alleine im Fernreisezug aus Italien befanden sich am Mittwochnachmittag 90 Eritreer, die ohne die erforderlichen Papiere für den beabsichtigten Aufenthalt in Deutschland eingereist waren …

Insgesamt mussten im Verlauf dieses Tages 190 illegal Eingereiste bei der Bundespolizei in Rosenheim versorgt, registriert und behelfsmäßig untergebracht werden. Sie wurden größtenteils in Zügen aus Italien beziehungsweise Österreich angetroffen. Offenbar hatten sie sich für mehrere tausend Dollar pro Person Schleppern anvertraut, die für die lebensgefährliche Schleusung von Afrika nach Europa sorgten.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnten die unerlaubt eingereisten Personen von Rosenheim aus an die Münchner Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet werden. Die Bundespolizei geht heute am Donnerstagmittag davon aus, dass vor allem im grenzüberschreitenden Schienenverkehr weiterhin mit extrem hohen Aufgriffszahlen zu rechnen ist.

Das UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR schlug gestern Alarm: Der Flüchtlingsstrom sei stark wie nie. Die Zahl der über das Mittelmeer nach Europa strebenden Flüchtlinge – auf der Suche nach Hilfe – sei in der ersten Jahreshälfte 2015 um über 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2014 gestiegen.

 

 

 

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