Faszinierende Gestaltung mit Licht

Starkes Interesse an Vortragsreihe der Hochschule Rosenheim

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lichtDer Ausstieg aus dem Bild – so lautet der Titel des letzten Vortrags zum Thema Licht in der Rosenheimer Hochschule am morgigen Dienstag um 19 Uhr mit Referentin Prof. Bettina Catler-Pelz. Im Rahmen des Internationalen Jahres des Lichts 2015 richtete die Hochschule die Vortragsreihe „Licht+“ aus. Mit den Vorträgen zu „Licht+Architektur“ sowie „Licht+Dunkelheit“ strebte die Vortragsreihe ihren Höhepunkt an. Prof. Michael Schmidt, Architekt und Lichtplaner, machte in dieser Vortragswoche den Anfang und setzte Licht als faszinierendes Gestaltungselement in den Vordergrund. Mit der Vorführung …

… des Dokumentarfilms „The City Dark“ griff die Veranstaltungsreihe die Bedeutung von Dunkelheit auf. Prof. Mathias Wambsganß, Lichtplaner und Dozent für Lichtgestaltung und Lichttechnik an der Hochschule Rosenheim, gab in einer kurzen Einführung dazu einen Einblick in die Auswirkungen der Lichtverschmutzung. Das Resümee anlässlich der Vorträge zu „Licht+Architektur“ und „Licht+Dunkelheit“  fällt mit über 400 Besuchern mehr als positiv aus. Insgesamt nahmen bisher über 1.000 Interessierte an den Licht+ Veranstaltungen teil.

Mit dem Vortrag „Licht+Architektur – Tages- und Kunstlicht in der Architektur“ von Prof. Michael Schmidt, Architekt und Lichtplaner, setzte sich der Erfolg der Vortragsreihe „Licht+“ in der zweiten Veranstaltungswoche fort. Das Thema lockte knapp 250 Interessierte an die Hochschule Rosenheim.

Dabei stand alles im Zeichen von Licht als faszinierendes Gestaltungselement. „Bereits vor der Realisierung eines Bauvorhabens zu wissen, wie sich Tageslicht in den Räumen verhält, ist elementar“, so Referent Prof. Michael Schmidt. Ein maßstabsgetreues Modell des Bauobjekts bietet hier die optimale Voraussicht, wie das Tageslicht später in den Räumen erlebt wird. Unabhängig davon, ob es sich um Kunst- oder Tageslicht handelt, ist letztendlich entscheidend, wie das Licht auf Oberflächen wirkt.

Anhand von realisierten Lichtprojekten mit unterschiedlichen Problemstellungen veranschaulichte Schmidt, dass Licht ein entscheidendes Gestaltungelement bei Gebäude- oder Freianlagenkonzepten ist. Die Interaktion von Tages- und Kunstlicht mit der Umgebung, Gebäudeöffnungen und Oberflächen müsse daher bei Bauprojekten in Form einer ganzheitlichen Lichtplanung bereits vorab berücksichtigt werden. Nur so könne Licht Architektur richtig in Szene setzen.

Das Problem der Lichtverschmutzung thematisierte Prof. Michael Schmidt in seinem Vortrag auch am Rande. Erlebbar wurde der Begriff für die Gäste umso mehr in der vierten Veranstaltung der Licht+ Reihe „Licht+Dunkelheit“ im Dokumentarfilm „The City Dark“. In der Anmoderation führte Prof. Mathias Wambsganß den Blick der Zuschauer auf die Kehrseite des Lichts.

Für den Menschen transportiert Licht das Gefühl von Sicherheit. Es darf aber nicht unüberlegt und ohne Bezug zur Dunkelheit eingesetzt werden. „Lichtplanung ist der verantwortungsvolle Umgang mit dem Rohstoff Dunkelheit“, betonte Prof. Mathias Wambsganß mit den Worten von Lichtkünstler Michael Batz.

In der modernen Zivilisation wird Licht jedoch zweckentfremdet und gerade im urbanen Bereich inflationär in Form von immer mehr und auch immer weißer werdendem Kunstlicht eingesetzt. Dies ist problematisch, da das menschliche Auge auch bestens für die Dunkelheit geschaffen ist. Zudem erzeugt es immense Lichtverschmutzung, die durch Lichtabstrahlung in die Atmosphäre verschiedensten Tieren die Orientierung raubt und den Sternenhimmel, der menschliche Kulturen über Jahrtausende geprägt hat, verschwinden lässt. Genau mit dieser Problematik beschäftigte sich der dann vorgeführte, vielfach ausgezeichnete Dokumentarfilm „The City Dark“.

Letzter Termin:

Licht+Kunst
„Der Ausstieg aus dem Bild“
Referentin: Prof. Bettina Catler-Pelz
Dienstag, 24. November 2015 um 19:00 Uhr
E 0.01

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