Etwa 1500 Migranten in nur 24 Stunden

Bundespolizei Rosenheim mit viel Arbeit - Von der Grenzkontrolle direkt ins Gefängnis

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SONY DSCAllein am Donnerstag und auch am gestrigen Freitag hat die Bundespolizei Rosenheim jeweils rund 1.500 Migranten innerhalb von 24 Stunden festgestellt. Das wird von der Polizei heute am Samstagmittag gemeldet. Die meisten seien – gemäß der Absprachen mit den zuständigen österreichischen Stellen – auf geordnete Weise mit den sogenannten Kontingentzügen oder -bussen nach Deutschland gekommen. Immer wieder aber treffen die Bundespolizisten vereinzelt auch auf Personen, die …

… ohne oder mit gefälschten Papieren einreisen wollen. So haben sie einen Bus aus Italien gestoppt – gleich mehrere Fahrgäste mussten ihre Reise beenden.

Einer von ihnen, ein 21-jähriger somalischer Staatsangehöriger, versuchte vergeblich, mit einem gefälschten, italienischen Fremdenpass über seine wahre Identität hinweg zu täuschen.

Sein Landsmann, 30 Jahre alt, hatte lediglich eine abgelaufene Aufenthaltserlaubnis für Italien dabei. Der Begleiter der Beiden konnte sich überhaupt nicht ausweisen. Eigenen Angaben zufolge – so die Polizei – handelt es sich um einen 30-jährigen Äthiopier.

Nachdem die drei Männer angezeigt worden waren, wurden die beiden Gleichaltrigen einer Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet. Der jüngere Somalier wurde auf richterliche Anordnung vorerst bis zum Abschluss seines Strafverfahrens in eine Haftanstalt eingeliefert.

Ein Nigerianer beabsichtigte offenbar, sich mit einer falschen Identität in Deutschland aufzuhalten. Er wies sich bei der Grenzkontrolle mit einem echten nigerianischen Pass – einschließlich einer italienischen Aufenthaltserlaubnis – aus. Wie sich jedoch mithilfe seiner Fingerabdrücke herausstellte, war der 44-Jährige in Deutschland bereits unter anderen Personalien als Asylbewerber registriert. Der mutmaßliche Betrüger wurde festgenommen. Die Ermittlungen gegen den Mann dauern an.

Auch eine 28-Jährige aus Somalia musste den Bundespolizisten von der Grenzkontrollstelle aus zur Dienststelle nach Rosenheim folgen. Sie hatte ebenfalls gültige italienische Papiere dabei. Die Beamten fanden jedoch heraus, dass es gar nicht ihre Dokumente waren. Die Frau wurde wegen Ausweismissbrauchs angezeigt. Sie muss zur Abklärung ihres weiteren Aufenthalts ihre Ausländerbehörde in Berlin aufsuchen.

Die Kontrolle bedeutete auch für einen Georgier das vorzeitige Reiseende. Der 25-Jährige wies sich mit seinem Reisepass aus. Offenbar hatte er das Gültigkeitsdatum seines ungarischen Visums verfälscht. Er wurde wegen Urkundenfälschung angezeigt und im Rahmen eines „beschleunigten Verfahrens“ verurteilt. Inzwischen befindet er sich in einer Justizvollzugsanstalt.

In weiteren Reisebussen trafen die Beamten auf drei Somalier, einen Nigerianer, einen Albaner und einen Türken. Sie hatten nicht die erforderlichen Papiere für den beabsichtigten Aufenthalt in Deutschland dabei.

Ebenfalls unerlaubt eingereist sind zwei Männer aus Libyen und Bangladesch. Sie waren mit einem Pkw auf der A 93 unterwegs.

In einem italienischen Reisebus verhafteten die Kontrollbeamten einen Tunesier. Der 24-Jährige führte keinen Ausweis mit. Wie die Beamten herausfanden, hatte der junge Mann seine Gründe, seine Identität zu verschleiern. Er wurde von der Staatsanwaltschaft Chemnitz gleich mit zwei Haftbefehlen wegen Diebstahls gesucht. Einschließlich Verfahrenskosten hätte er insgesamt eine Geldstrafe von über 1.200 Euro begleichen müssen. Da er nicht über die geforderte Summe verfügte, blieb ihm nichts anderes übrig, als ersatzweise eine Freiheitsstrafe anzutreten. Ihm steht ein 95-tägiger Haftaufenthalt bevor.

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