Es tut einem im Herzen weh

Das traurige Schicksal des Schiris Thomas Krichbaumer - Eine Hilfsaktion

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schiri 1Sein Blick ist traurig und es tut einem im Herzen weh, wenn man seine Geschichte hört: Schiedsrichter Thomas Krichbaumer vom TV Feldkirchen wurde nach der Leitung eines Fußball-Meisterschaftsspiels in Rosenheim von einem Spieler schwer körperlich attackiert und hat bleibende Schäden davon getragen. Knapp drei Jahre ist das nun her. Nicht nur, dass er seinen Sport nicht mehr ausüben kann, er hat auch durch die Verletzungsfolgen Schwierigkeiten bei seiner Berufsausübung. Durch Behandlungen sind hohe, zum Teil nicht gedeckte Kosten entstanden und auch durch die nur noch eingeschränkt mögliche Berufsausübung sind finanzielle Engpässe aufgetreten. Um das Leid wenigstens in finanzieller Hinsicht ein wenig zu mildern, hat die SRG Chiem eine Spendenaktion ins Leben gerufen …

bei der sich spontan der TuS Großkarolinenfeld mit 180 € beteiligte und die Schiedsrichtergruppen Inn und Ruperti mit je 200 €.

Rebecca Redinger von der BFV-Aktion „Gemeinsam und fair“ hatte in Altötting zudem zur Jahreswende eine Nikolaussammlung organisiert und dabei 400 € in den Spendentopf eingebracht. Die SRG Chiem hat ihre Schiedsrichter um Spenden gebeten und dann den Betrag aus der Gruppenkasse auf 1820 € aufgestockt, so dass ein schöner Gesamtbetrag in Höhe von 2800 € zusammen kam, der im Rahmen eines Schiedsrichter-Lehrabends jetzt an Thomas Krichbaumer in Form eines symbolischen Schecks überreicht wurde.

Am Tag, an dem sich sein Leben völlig ändern sollte, wollte Thomas Krichbaumer etwas für seine Mitmenschen tun. Wie schon so oft vorher. Für 20 Euro sollte er als Fußball-Schiedsrichter 22 Männern auf dem Spielfeld und den Zuschauern draußen einen emotionalen, aufregenden Nachmittag ermöglichen. Das Derby damals zwischen dem ESV Rosenheim und Iliria Rosenheim am 3. Oktober 2012 war während des Spiels immer hitziger geworden. Schiedsrichter Krichbaumer hatte zwei Iliria-Männer vom Platz gestellt. Zu neunt verteidigten deren Mitspieler gegen die Favoriten vom ESV eine 2:1-Führung bis in die Nachspielzeit. Unmittelbar vor Spielende gab es einen Freistoß an der Strafraumgrenze. Der Schütze des ESV Rosenheim verwandelte ihn direkt zum 2:2-Unentschieden. Dann war das Spiel aus. Es kam zu Tumulten, so hieß es in der Presse.

Der Spieler, der damals mit der Faust auf den Schiedsrichter einschlug, wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Der Spieler, der den ESV-Coach verletzte, erhielt eine Bewährungsstrafe.

Unser Foto oben zeigt nun bei der Scheckübergabe aus der Hilfsaktion von links GSA Helmut Riedl, GSO Sepp Kurzmeier aus Ramerberg, Thomas Krichbaumer und GSA Manfred Stahlbauer bei der Übergabe.

Unser Foto unten zeigt von links:

Martin Bruckmayer (GSO Inn), Helmut Riedl (GSA Chiem), Franz Eimannsberger (Ehrenkreisschiedsrichterobmann), Sepp Kurzmeier (GSO Chiem) Thomas Krichbaumer, Robert Kniesz (Vereinsschiedsrichterbetreuer TV Feldkirchen), Manfred Stahlbauer (GSA Chiem) und Reinhold Austermayer (GSO Ruperti).

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