Endstation Rosenheim …

Fünf Afrikaner kamen aus Italien mit gefälschten Papieren

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Rosenheim – Endstation Rosenheim heißt so gut wie jedes Wochenende für illegal Einreisende nach Deutschland. So auch wieder am vergangenen Samstag und Sonntag. Es gab mehrere Versuche, mit gefälschten oder fremden Papieren in Deutschland Fuß zu fassen, wie die Bundespolizei mitteilte. In Rosenheim mussten fünf Afrikaner ihre in Italien angetretenen Zugfahrten beenden.

Zwei Äthiopier, jeweils 25 Jahre alt, wiesen sich im Fernverkehrszug aus Verona mit italienischen Fremdenpässen aus. Die Fahnder der Bundespolizei entlarvten die Dokumente als Fälschungen und nahmen die äthiopischen Staatsangehörigen fest. Nachdem beide wegen Urkundenfälschung und unerlaubter Einreise angezeigt worden waren, konnten sie die zuständige Flüchtlingsstelle in München aufsuchen. Für die anstehenden Strafverfahren mussten sie 150 Euro als Sicherheit hinterlegen.

Algerier festgenommen

Eine Sicherheitsleistung in Höhe von 600 Euro hatte auf Anordnung der Staatsanwaltschaft ein Algerier zu zahlen. Er war mit dem EuroCity aus Venedig unterwegs und wollte sich mit belgischen Papieren den Aufenthalt in der Bundesrepublik erschwindeln. Doch auch ihm gingen die Bundespolizisten nicht auf den Leim. Der mutmaßliche Urkundenfälscher wurde verhaftet und zur Dienststelle in Rosenheim mitgenommen. Ersten Ermittlungen zufolge ist er bereits in Schweden, Norwegen und Dänemark als Asylbewerber registriert. Das Rosenheimer Amtsgericht ordnete an, den 22-jährigen in Haft zu nehmen, um seine Zurückschiebung sicherzustellen.

Auch ein erst 16-Jähriger dabei

Mit einem Pass aus Malta war ein Jugendlicher in Richtung München unterwegs. Bei der Überprüfung im Zug fanden die Fahnder heraus, dass die Urkunde zwar echt, allerdings auf eine ganz andere Person ausgestellt war. Nach Angaben des 16-jährigen musste er einem Schleuser für die Papiere und die Überfahrt von Malta nach Italien 700 Euro zahlen. Auf den somalischen Staatsangehörigen kommt ein Strafverfahren wegen Missbrauchs von Ausweispapieren zu. Trotz seines bereits in Malta gestellten Asylantrags wurde er zunächst der Aufnahmestelle für Flüchtlinge in München zugeleitet.

Dorthin konnte sich auch ein Sudanese begeben. Er war ebenfalls von Italien aus gestartet. Über einen Ausweis oder ein Visum verfügte er bei der Kontrolle im Zug nicht. Der 20-jährige wurde von der Bundespolizei in Rosenheim wegen unerlaubter Einreise angezeigt.

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