Die Dorfwirtschaften sterben aus

Diskussion beim Rosenheimer Hotel- und Gaststättenverband

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Rosenheim – Wirte aus der Region haben am Montag mit Vertretern der Politik über die Situation des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands diskutiert. Vor allem das Dorfwirte-Sterben bereitet Sorgen …

Die Zukunft ihrer Gasthäuser- und wirtschaften bereitet vielen Wirten aus der Region große Sorgen. Dies zeigte sich am Montag beim Wirtschaftsgespräch des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands (BHG) Dehoga Bayern,  mit dem Rosenheimer Kreisvorsitzenden Franz Bergmüller, seiner Stellvertreterin Theresa Albrecht und dem Kreisvorsitzenden des BHG Berchtesgadener Land, Johannes Hofmann. Lösungsansätze dazu wurden von den eingeladenen Landtagsabgeordneten und – kandidaten verschiedener Parteien gefordert.

Wie der Rosenheimer CSU-Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner zum Thema anmerkte, sei die Senkung der Mehrwertsteuer in der Hotellerie “das richtige Signal“ gewesen, da das eingesparte Geld wieder reinvestiert wurde – in die Einrichtung, Ausbildung und Bezahlung der Mitarbeiter. Doch nicht nur Mitarbeiter und Gäste, auch die Handwerksbranche profitierte mit Aufträgen aus der Hotellerie.

Für eine Senkung der Mehrwertsteuer in ihrer Branche sprachen sich vor allem die anwesenden Wirte aus der Region aus. Von einer „letzten Chance zu überleben“ war die Rede. Stöttners Vorschlag war deshalb eine 7, 12 und 19 Prozent-Regelung: 7 Prozent Mehrwertsteuer auf Lebensmittel, 12 Prozent auf Hotellerie- und Gastronomiepreise und 19 Prozent Mehrwertsteuer auf klassische Bedarfsprodukte wie Autos und Handys.

Nicht nur das Senken der Mehrwertsteuer, auch die Zusammenarbeit der Wirte und Bürger in den betroffenen Orten sei sehr wichtig, um dem Dorfwirte-Sterben entgegenzuwirken, so der CSU-Landtagskandidat Otto Lederer. In der Gemeinde Tuntenhausen, in der Lederer Bürgermeister ist, sei es zum Beispiel durchaus üblich, dass die Bürger bei den Wirten ihre Festlichkeiten abhalten, egal ob es sich um die Erstkommunion oder um Vereinsveranstaltungen handelt. Diese Symbiose sei für die Zukunft des ländlichen Raums wichtig.

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