Der Weg führt von Rosenheim nach Belgien

Dank aufmerksamer Bank-Mitarbeiterin: Internationale Bande heute verhaftet

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EinsatzwagenDer Weg zu den Tätern führte nach Belgien, das meldet das Polizeipräsidium heute am Freitagnachmittag: Aufgrund einer absolut aufmerksamen Bank-Mitarbeiterin eines Geldinstitutes in Rosenheim gelang es heute der Polizei, eine fünfköpfige, internationale Betrügerbande dingfest zu machen. Mittels falscher Pässe war in verschiedenen Bankfilialen versucht worden, Bargeld in der Stadt Rosenheim abzuheben, zuletzt gelang das noch am Mittwoch mit einem Betrag in Höhe von 14.000 Euro – der Kontoinhaber ist gerade in Urlaub …

Mehrere Bankfilialen in Rosenheim waren Ziel einer internationalen Betrügerbande, die überwiegend in Belgien wohnhaft ist.

Einem 53-jährigen Niederländer gelang es noch am Mittwoch unter Vorlage eines gefälschten Passes 14.000 Euro Bargeld abzuheben. Kurz danach fiel der Schwindel auf – der eigentliche Kontoinhaber befand sich aktuell im Urlaub.

Da weitere Taten vermutet wurden, sensibilisierten die Banken verschiedene Zweigstellen. Bereits am nächsten Tag – dem gestrigen Donnerstag –  kam es in einer anderen Filiale zu einem weiteren Abhebeversuch. Dieser scheiterte jedoch daran, dass der aufmerksamen Mitarbeiterin die Sache komisch vor kam und sie die Polizei verständigte. Der 53-jährige Niederländer konnte noch in der Bank festgenommen werden.

Im Rahmen einer groß angelegten Fahndung durch die zivile Einsatzgruppe in Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Rosenheim sowie der Bundespolizei wurden weitere vier Mitglieder der Bande in der näheren Umgebung festgenommen werden.

Hierbei handelt es sich um zwei Männer aus der Republik Kongo im Alter von 50 und 45 Jahren, einen 63-jährigen Engländer sowie einen 62-jährigen Luxemburger. Zudem fanden die Beamten ein vermeintliches Tatfahrzeug und konnten dieses als Beweismittel sicherstellen.

Der Schaden liegt bislang bei 14.000 Euro.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurden fünf Haftbefehle beantragt. Die Beschuldigten werden im Laufe des heutigen Freitag beim Amtsgericht Rosenheim vorgeführt.

Die Kripo Rosenheim hat den Fall übernommen. Für die Ermittler gilt es jetzt zu klären, in wie weit die fünf Männer bandenmäßig zusammengearbeitet haben und ob ihnen mögliche weitere Taten zugeordnet werden.

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