CSU: Berthaler soll Landrat werden

Flintsbacher Bürgermeister zum Kandidaten ernannt

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Wolfgang Berthaler_kBad Aibling – Im Kurhaus in Bad Aibling ist am Samstag der Flintsbacher Bürgermeister Wolfgang Berthaler (Foto) zum CSU-Kandidaten für die anstehende Landratswahl ernannt worden. Die Kreisvertreter-Versammlung wählte den 57-Jährigen mit großer Mehrheit. Dieses freudige Ergebnis gab der CSU-Kreisvorsitzende, Klaus Stöttner, der die Wahl leitete, bekannt.

Der Kreisvorsitzende lobte im Vorfeld der Wahl die Arbeit des amtierenden Landrats, Josef Neiderhell. „Unser Landrat hat in den letzten Jahren viele Entscheidungen vorangetrieben. Josef Neiderhell ist ein exzellenter Leiter unseres Landkreises“, erklärte Stöttner. Gerade deshalb sei die Bestürzung vor drei Wochen, nach der Bekanntgabe Neiderhells in einer Sitzung der Kreisvorstandschaft nicht mehr zu kandidieren, groß gewesen. „Josef Neiderhell hat sehr viel Gutes umgesetzt und viele wegweisende Entscheidungen auf den Weg gebracht“, so Stöttner weiter.

 

Welche Entscheidungen Neiderhell in den letzten sechs Jahren traf und wie er den Landkreis mitgestaltete, schilderte der Raublinger eindrucksvoll: „Die Kliniken in Stadt und Landkreis Rosenheim arbeiten seit dem Sommer 2009 endlich zusammen. Sie sind ein Garant dafür, dass die beste Gesundheitsversorgung für unsere Bürgerinnen und Bürger möglich ist.“ Dabei lobte er auch die Arbeit des CSU-Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner und der ehemaligen CSU-Landtagsabgeordneten Annemarie Biechl. Beide hätten es geschafft, dass die Priener und Rosenheimer Kliniken für ihre Sanierungsarbeiten in den letzten Jahren wichtige Zuschüsse erhielten. Große Hoffnungen legt Neiderhell hier auch in den neu gewählten CSU-Landtagsabgeordneten Otto Lederer.

 

Weitere wichtige Entwicklungen hätte es auch im Tourismusbereich gegeben. Durch die Bayerische Landesausstellung „Götterdämmerung“ auf Herrenchiemsee zu König Ludwig II. im Jahr 2011 seien die Übernachtungszahlen und der Umsatz der Tourismusbranche im Landkreis Rosenheim stark gestiegen. „Wir brauchen den Tourismus, jeder sechste Arbeitsplatz ist vom Tourismus abhängig“, erklärte Neiderhell. Weiter sprach der Landrat von den Entwicklungschancen des Landkreises als Zuwachslandkreis. Die Arbeits- und Lebensbedingungen für junge Familien seien optimal, weshalb sich auch viele Firmen im Landkreis Rosenheim ansiedelten. Lobende Worte fand Neiderhell hier auch für den CSU-Landtagsabgeordneten Otto Lederer, der als CSU-Fraktionsvorsitzender im Kreistag immer nach einer überparteilichen Lösung mit den anderen Fraktionsvorsitzenden gesucht habe. Dadurch hätten im Kreistag immer hervorragende Ergebnisse erzielt werden können, obwohl die CSU im Kreistag nicht die Mehrheit gehabt habe, so Neiderhell.

 

Diese Arbeit, die Neiderhell in den letzten sechs Jahren tätigte, möchte sein möglicher Nachfolger Wolfgang Berthaler weiterführen. Dies äußerte der 57-Jährige in seiner Vorstellungsrede vor der Wahl durch die Kreisvertreterversammlung: „Josef Neiderhell hat eine gute Arbeit gemacht. Er war ein Vordenker, mit Visionen und Lösungen für den Landkreis Rosenheim, die auch in 20 Jahren noch passen.“ Er habe immer langfristig gedacht, das wolle Berthaler ebenfalls auf diese Weise handhaben.

 

Wichtige Themen hierbei seien auch weitere Großprojekte wie die Sanierung von Schulen, die laufenden Sanierungen und Fusionen der Krankenhäuser in der Region, Straßensanierungen und der Neubau von Straßen, sowie der Bau der Brennerzulaufstrecken. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht mit Billiglösungen überrannt werden und wir nicht mehr in unserer schönen Region leben können. Wir müssen die Zulaufstrecken deshalb unterirdisch und in Tunnel verlegen“, erklärte Berthaler. Hier hofft der CSU-Landratskandidat auf die Unterstützung der Mandatsträger, insbesondere durch die CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig.

 

Wie der CSU-Landratskandidat Berthaler am Ende seiner Rede betonte, sei ihm in allen Punkten eine gute Zusammenarbeit mit allen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sehr wichtig. „Stadt und Land, Hand in Hand. Nur gemeinsam können wir den Landkreis so aufstellen wie wir ihn wollen“, erklärte Berthaler. Der 57-Jährige ist verheiratet, Vater zweier erwachsener Kinder und gelernter Sparkassenbetriebswirt. Bevor er im Jahr 1996 zum ersten Bürgermeister der Gemeinde Flintsbach gewählt wurde, arbeitete er 29 Jahre lang in der Sparkasse Rosenheim. Die ersten sechs Jahre tätigte er seine Arbeit als Bürgermeister ehrenamtlich, seit 2002 ist er hauptamtlicher Bürgermeister. Weiter ist Berthaler seit 12 Jahren im Kreisrat des Landkreises Rosenheim aktiv und Mitglied des Kreisausschusses.

 

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