Bundespolizei: Schleuser und Migranten

... Migranten und Schleuser - Rosenheimer im Dauereinsatz seit Monaten

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SONY DSCDie Zeit für tägliche Pressemeldungen, so wie früher, haben sie längst nicht mehr – die Bundespolizei Rosenheim ist im Dauereinsatz. Unser Foto zeigt einen Blick in deren Sporthalle in Rosenheim. So hat die Bundespolizei zum Beispiel alleine am Dienstag wieder insgesamt etwa 2.100 Migranten in Gewahrsam genommen und der anschließenden Registrierung zugeführt. Nach wie vor stellt sie aber zudem auch im Rahmen der Grenzkontrollen im deutsch-österreichischen Grenzgebiet zahlreiche Schleusungen fest. So wollten ein Tunesier und ein Marokkaner offenbar mehrere Landsleute illegal in die Bundesrepublik bringen. Sie waren in einem Pkw mit französischen Kennzeichen unterwegs. Am Steuer saß …

… ein tunesischer Staatsangehöriger, der sich mit seinem Pass und einer Aufenthaltsgenehmigung für Frankreich ordnungsgemäß ausweisen konnte. Dennoch hatten die Beamten schon beim Blick in den Wagen den Eindruck, dass etwas nicht in Ordnung war.

Immerhin befanden sich insgesamt sechs Personen in dem Fahrzeug, das lediglich über fünf Sitzplätze verfügt. Keiner der fünf Mitfahrer konnte sich ausweisen. Wie sich herausstellte, stammen die Männer im Alter von 22 bis 27 Jahren aus Tunesien. Der Fahrer gab an, dass ihn die Leute zur Mitnahme gezwungen hätten, verstrickte sich aber im Verlauf der weiteren Ermittlungen in Widersprüche. Auf richterliche Anordnung hin wurde der 25-Jährige in Untersuchungshaft genommen.

Die Bundespolizei nahm dann an derselben Kontrollstelle einen Marokkaner fest. Dem 37-Jährigen, der in Belgien lebt, wird ebenfalls vorgeworfen, sein Auto zu Schleusungszwecken benutzt zu haben. Er beförderte zwei aus Marokko stammende Männer nach Deutschland. Keiner von beiden hatte die erforderlichen Papiere für die Einreise dabei. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte der Fahrer die Reise ohne seine Begleiter fortsetzen. Der Forderung der Staatsanwaltschaft entsprechend musste er als Sicherheit für das anstehende Strafverfahren 800 Euro hinterlegen. Auch an der Saalbrücke bei Freilassing stoppten die Bundespolizisten ein „Schleuserfahrzeug“. Dort wurde am Wochenende ein Schwede festgenommen, der mit seinem Wagen offenbar sechs Syrer eingeschleust hat. Die Ermittlungen in diesem Fall dauern an.

 

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