Bundespolizei hat alle Hände voll zu tun

Über 4.800 Fälle unerlaubter Einreise seit Jahresbeginn

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BahnpolizeiRosenheim – Die Bundespolizei hat am Montag 30 Personen ohne Einreisepapiere im grenzüberschreitenden Zug aus Verona festgestellt. Die Reise der 21 Erwachsenen und neun Minderjährigen endete am Rosenheimer Bahnhof. Insgesamt wurden im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion Rosenheim seit Jahresbeginn mehr als 4.800 Fälle unerlaubter Einreise registriert.

 

Bundespolizisten kontrollierten Montagnachmittag die Reisenden des Eurocitys aus Italien am Bahnhof Rosenheim. Dabei stießen die Beamten auf insgesamt 30 Personen ohne die erforderlichen Einreisepapiere. Unter den Aufgegriffenen befanden sich 27 Eritreer sowie jeweils ein senegalesischer, ein gambischer und ein nigerianischer Staatsangehöriger. Bei neun der eritreischen Staatsangehörigen handelt es sich um Minderjährige im Alter von 14 bis 17 Jahren. Alle 30 Personen wurden mit Hilfe des Katastrophenbusses der Freiwilligen Feuerwehr zur Dienststelle der Bundespolizei gebracht. Dort stellte sich heraus, dass ein 19-jähriger Eritreer bereits in Österreich um Asyl ersucht hatte. Er wird daher schon bald ans Nachbarland überstellt werden.

Seine erwachsenen Landsleute sowie die anderen drei Afrikaner konnten nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an die Flüchtlingsstelle in München weitergeleitet werden. Die neun Jugendlichen wurden dem Rosenheimer Jugendamt übergeben. Allein im Mai hat die Rosenheimer Bundespolizei bisher über 750 unerlaubt Eingereiste registriert. Seit Jahresbeginn wurden insgesamt rund 4.800 Fälle unerlaubter Einreise im Zuständigkeitsbereich vom Berchtesgadener Land bis ins Allgäu festgestellt. Dies ist im Vergleich zum Vorjahreswert eine Steigerung von mehr als 100 Prozent.

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