Bombensuche in Rosenheim

Einwohner müssen mit Evakuierungen rechnen

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RosenheimEs wird spannend in Rosenheim: Ab dem heutigen Montag wird das Gelände rund um den Bahnhof nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg abgesucht. Dort sollen neue Gebäude entstehen.

Eine Woche lang wird der Boden jetzt untersucht und mit Spezialbaggern umgegraben. Werden die Bombensucher fündig, kann das im schlimmsten Fall bedeuten, dass die Stadt in einem Radius von einem Kilometer rund um den Bahnhof sämtliche Häuser evakuieren lässt.

Rosenheim bereitet sich vor

Die Behörden haben die betroffenen Haushalte bereits per Post informiert. Bei einem größeren Bombenfund müsste auch der Zugverkehr unterbrochen werden.

Bahnhof wurde im Krieg massiv bombardiert

Die Allierten haben im Zweiten Weltkrieg den Rosenheimer Bahnhof heftig bombardiert. Denn die Stadt am Inn galt als wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Auf dem Bahnhofsgelände wurden während und nach dem Krieg rund 100 Bombentrichter gezählt. Wie viele der abgeworfenen Bomben nicht explodiert sind, steht derzeit noch nicht fest. Im März haben Experten mit Metalldetektoren das Areal abgesucht. Fazit: An mindestens drei Stellen könnten Bomben im Boden verborgen sein. Mit etwas Glück haben die Detektoren aber nur metallhaltigen Schutt aufgespürt.

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