BN warnt vor strahlenden Spielsachen

„Bei immer mehr Dingen das als gesundheitsgefährdend eingestufte WLAN eingesetzt"

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strahlung_spielsachenElektronische Spiele und Spielekonsolen werden auch heuer wieder ein Renner im Weihnachtsgeschäft sein. Immer häufiger arbeiten diese mit Mobilfunkfrequenzen, die die empfohlenen Vorsorgewerte weit überschreiten, sagt der Bund Naturschutz. „Wir raten Eltern und Kindern, daheim auf strahlende Hardware zu verzichten und Computerspiele nicht über WLAN zu betreiben“, fasst Peter Kasperczyk, 1. Vorsitzender der Kreisgruppe Bund Naturschutz Rosenheim, die aktuellen Empfehlungen führender Umweltmediziner zusammen.

Auch wenn die „Hello Barbie“-Puppe, die ihre „Gespräche“ mit den Kindern über WLAN in der „Cloud“ abspeichert, erst mal nur im US-Handel läuft: Auch unter unseren Christbäumen werden funkende Spielsachen für strahlende Kinderaugen sorgen. „Augen auf beim Spielzeugkauf“, rät der Physiker Dr. Scheler von der Uni Heidelberg.
Bei immer mehr Spielsachen werde der von über 40 wissenschaftlich anerkannten Studien als potentiell gesundheitsgefährdend eingestufte Funkstandard Wi-Fi eingesetzt, bei uns meist WLAN (Wireless Local Area Network) genannt. Solche Drahtlosverbindungen senden in der Regel ständig, auch wenn man sie nicht nutzt. Diese wichtige Information liefern Hersteller nur im Kleingedruckten und den Verkäufern ist oft nicht bewusst, dass Oma mit dem Geschenk einer neuen Spielkonsole im Kinderzimmer einen gepulsten Mikrowellensender „installiert“.

Die Leistungsflussdichte sollte laut BUND 0,001 mW/qm nicht übertreffen. Eine typische kabellose Spielkonsole erreicht 8 mW/qm und 4 sogar noch im Standby-Betrieb! Beim Spielen oder Chatten an Tablet und Laptop sind 25 mW/qm ein typischer Wert, der sich mit einer Kabelverbindung problemlos auf null bringen ließe.

Worauf Eltern achten sollten

Im Sinne des vorsorgenden Gesundheitsschutzes lohnt es sich, im Spielwarengeschäft auch nach funkfreien Spielen zu fragen und in der Gebrauchsanleitung die Angaben zu Funkstandards zu prüfen: WLAN (Wi-Fi), Bluetooth, UWB u.a.. Für viele Anwendungen gibt es (noch) Adapter für einen Kabelanschluss. „Playstation“ (Version 3) oder „XBox“ kommen mit verkabelten Handcontrollern und LAN-Anschluss nach wie vor auch ohne Funk aus. Eine nach dem Stand der Wissenschaft unproblematische Alternative zu WLAN ist Infrarot, eine häufig in Fernsteuerungen eingesetzte Drahtlostechnik.

Will man auf WLAN-Betrieb nicht verzichten, sollte die Nutzungszeit begrenzt, die Sendeleistung reduziert und eine Nachtabschaltung aktiviert werden. Besser nach dem Einsatz die Geräte ganz ausschalten. Am besten: Gemeinsam abschalten und raus in die Natur…

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Ein Gedanke zu „BN warnt vor strahlenden Spielsachen

  1. Wieso werden die Studien nicht verlinkt?
    Anbei nennt mir irgendetwas, was heutzutage nicht „potenziell gesundheitsgefährdend“ wäre?

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