Biber und Trinkwasser die Hauptthemen

Bauernobmänner im Dialog mit Verwaltung und Stadtwerke

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Exif JPEGSeit einigen Jahren kommen die Obmänner der Ortsvereine des Bauernverbands einmal im Jahr mit der Oberbürgermeisterin und Mitarbeitern der Verwaltung in Rosenheim zusammen, um aktuelle Themen zu besprechen. Die Trinkwasserversorgung im Stadtgebiet  – dazu informierte Dr. Götz Brühl, Geschäftsführer der Stadtwerke Rosenheim, vor dem Hintergrund der Auswirkungen des Juni-Hochwassers im vergangenen Jahr. Außerdem: Wie berichtet haben die Landwirte zunehmend Probleme mit der Ausbreitung des Bibers und die von ihm verursachten Schäden.

Da der Biber zu den besonders streng geschützten Arten gehört, ist die Jagd, Zerstörung der Burg oder Vertreibung nicht erlaubt.

Einzel-Abfanggenehmigungen sind jedoch keine nachhaltige Lösung, den Biber aus einem Gebiet herauszuhalten, da ein freigemachtes Terrain sehr schnell von einem nachfolgenden Biber wieder besetzt wird. Für nachgewiesene Biberschäden können betroffene Landwirte staatliche Ausgleichszahlungen beantragen. Darüber hinaus wird Betroffenen Hilfe in Form einer Beratung über spezielle Elektrozäune und Baumanstriche angeboten.

Als weitere Themen wurde die Fortschreibung der baulichen Entwicklungsplanung im Stadtgebiet in Bezug auf die Belange der Landwirtschaft sowie die Erfordernis von Ausgleichsflächenberechnungen bei Baumaßnahmen anhand eines konkreten Beispiels diskutiert.

Zum Thema Hundekot auf landwirtschaftlichen Flächen berichteten die Obmänner, dass sich die Verschmutzung ihrer landwirtschaftlichen Flächen durch das Aufstellen von Hundetoilettenspendern spürbar verbessert hat. Aktuell stehen 54 solcher Spender, verteilt über das gesamte Stadtgebiet, an frequentierten Gassi-Wegen.

Weitere Themen in der Versammlung waren die alljährlichen Feldweginstand-setzungen, Kiesweglieferungen sowie diverse Straßenbaumaßnahmen im Jahr 2014, wo einzelfallbezogen konstruktive Lösungen diskutiert wurden.

Aktuelle naturschutzfachliche Themen wie die Ausweisung von geschützten Landschaftsbestandteilen sowie Naturdenkmälern und eine Änderung der Landschaftsschutzgebietsverordnung „Innauen Süd“ wurden ebenfalls diskutiert.

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