Beruflich noch einmal durchstarten

Die Agentur für Arbeit ermöglichte die Umschulung

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Wegweiser ArbeitsamtWerner L., ein 25-jähriger junger Mann aus dem Landkreis Rosenheim, ist sichtlich erfreut über seine neue Arbeitsstelle, denn er arbeitet seit Anfang März in seinem neu erlernten Beruf als Industriemechaniker. Wie kam es dazu? Die Arbeitsagentur weiß Rat …

Werner ergriff nach der Hauptschule eine Ausbildung zum Kfz-Lackierer. Im ersten Betrieb lief es nicht so rund, aber nach dem Wechsel des Ausbildungsbetriebes konnte er doch im Juli 2008 erfolgreich die Gesellenprüfung ablegen. Anschließend war es schwer, eine feste Anstellung zu bekommen, denn die Bundeswehr stand an. Werner dazu: „Die Situation hat mich nicht wirklich belastet, da ich mich ja sowieso beim „Bund“ verpflichten wollte.

Leider lief dann alles anders. Durch Umstrukturierungen und den geplanten Personalabbau bei der Bundeswehr klappte es mit dem Berufswunsch ,Soldat auf Zeit‘ nicht, sodass ich mich im Anschluss daran auf Arbeitssuche begab. Ich dachte mir, das ist doch kein Problem, aber die Realität sah anders aus. Ich bekam immer nur befristete Jobs, zum Teil bei Zeitarbeitsfirmen, dazwischen war ich immer wieder arbeitslos, aber plötzlich zeichnete sich ein ganz neuer Weg ab. Da ich schon längere Zeit berufsfremd gearbeitet hatte, konnte ich über ein spezielles Sonderprogramm der Agentur für Arbeit eine zweijährige Umschulung zum Industriemechaniker machen. Ein wirkliches Glück für mich!“

Dr. Nicole Cujai, die Leiterin der Rosenheimer Arbeitsagentur,  dazu: „Für uns steht die dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt an erster Stelle, und wir versuchen, Menschen ohne Ausbildung, oder sogenannten Wiederungelernten den Weg zu einem Berufsabschluss zu ermöglichen. Insgesamt haben wir im vergangenen Jahr 227 Männer und Frauen über eine Initiative zur Flankierung des Strukturwandels gefördert und circa 2,3 Millionen Euro dafür ausgegeben. Daneben gibt es weiterhin die klassische Förderung der beruflichen Weiterbildung. In diesem gesetzlichen Rahmen haben wir 2013 fast 800 Arbeitslose mit kurzen oder längeren Lehrgängen und Maßnahmen qualifiziert. Auch hier wurden insgesamt 2,4 Millionen Euro an Maßnahme- und Fahrkosten ausgegeben.“

Zu diesen sogenannten Maßnahmekosten kommt für beide Förderbereiche das Arbeitslosengeld bei Weiterbildung hinzu. Mit diesen vier Millionen Euro haben wir wesentlich zur Sicherung des Lebensunterhaltes bei einer beruflichen Qualifizierung beigetragen. Mit dem Programm WeGebAU (Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen) können wir zudem tatsächlich Beschäftigte fördern. Hier haben wir ebenfalls fast 2,3 Millionen Euro in die Hand genommen.

Alles zusammen gerechnet sind es Gelder, die wir sinnvoll und wirtschaftlich einsetzen, um den Fachkräftebedarf der Wirtschaft zu decken und Menschen eine dauerhafte Beschäftigung zu ermöglichen. So fließen letztendlich die Gelder über eine neue sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wieder an die Versichertengemeinschaft zurück. Für das Jahr 2014 stehen uns im Übrigen ähnlich hohe Finanzmittel zur Verfügung wie für das vergangene Jahr. Sollten Sie eine Beratung wünschen, können Sie sich gerne mit unseren Arbeitsvermittlern in Verbindung setzen.“

Werner L. abschließend: „Ich kann nur jedem raten, nutzt die Chance! Setzt Euch auf den Hosenboden und zieht die Umschulung durch! Nur so hat man eine echte berufliche Perspektive!“

 

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