Behörde in München nicht einverstanden

... mit Standort für Feuerwehrhaus in Waldhausen am südlichen Ortsrand

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waldhausenSchnaitsee – Bei der jüngsten Ratssitzung der Gemeinde Schnaitsee gab Bürgermeister Thomas Schmidinger einen Sachstandsbericht zum geplanten Neubau eines Feuerwehrhauses in Waldhausen. Denn es gab von der Landesplanungsbehörde in München einen negativen Bescheid zum Standort am südlichen Ortsrand von Waldhausen! Es seien keine Voraussetzungen für eine Ausnahme vom Anbindegebot da. Jetzt will die Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Planer, der im Rahmen der Dorferneuerung tätig ist, nochmals Gründe für den Standort südlich des Sportgeländes …

… zusammentragen. Dann wird mit der Regierung wieder Kontakt aufgenommen.

Bebauungsplan „Waldhausen an der Schulstraße“

Umfangreiche Stellungnahmen musste der Gemeinderat zu 14. Änerung des Flächennutzungs- und Landschaftsplanes und der Aufstellung des Bebauungsplanes „Waldhausen an der Schulstraße“ durchackern. Viel Zeit nahm das ellenlange Schreiben Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege in Anspruch. Hier wurden zunächst alle umliegenden Baudenkmäler aufgezählt. Dazu gehören der Bundwerkstadel aus Mitte des 19. Jahrhunderts, die Kapelle von etwa 1850, der Pfarrhof, erbaut 1808 und   die spätmittelalterliche Kirche Sankt Martin.

„Abhängig von Art und Maß der geplanten baulichen Nutzung und vom Denkmal selbst kann es auch über größere Entfernung zu erheblichen Beeinträchtigungen der Sichtbezüge kommen“, heißt es darin. Eine komplette DIN A-4 Seite voll Text folgte. Davon ließ sich aber der Rat nicht beeindrucken und stimmte lapidar dafür, dass aufgrund der überarbeiteten und berichtigten Begründung die erbetene Berücksichtigung der denkmalpflegerischen Belange erfüllt ist.

Ebenso stimmte das Gremium für die Beschlussvorschläge zu den Schreiben der Höheren Landesplanungsbehörde, der Unteren Naturschutzbehörde, der Deutschen Telekom, der IHK München und Oberbayern und der Unteren Immissionsschutzbehörde.

Änderung des Bebauungsplanes „Waldhausen-Nord“

Dem Antrag auf vereinfachte Änderung des Bebauungsplanes „Waldhausen-Nord“ im Bereich Birkenweg wurde zugestimmt. Durch das Sachgebiet 4.50 des Landratsamtes wurde dazu die Festsetzung eines Beziehungspunktes für die Bemessung der seitlichen Wandhöhe gefordert. Dieser Punkt wurde vom Planer eingearbeitet. So konnte die Planänderung als Satzung beschlossen werden.

Bekanntgaben des Bürgermeisters

Thomas Schmidinger informierte seine Kollegen, dass es zur Entwicklungssatzung im Bereich Kreuzstraße noch zu einem weiteren Abstimmungsgespräch im Kreisbauamt kommt. Das Einzelvorhaben Lederer und Frank wurde vorab im Rahmen des Einzelverfahrens baurechtlich genehmigt.

Zur Bewuchspflege und Ufersanierungsmaßnahme am Waldhausener Bach hat der Landschaftspflegeverband mitgeteilt, dass die geplante Maßnahme wegen derim März begonnenen Vogelbrutzeit auf den Herbst verschoben werden muss. Einer angefragten Ausnahmeregelung wurde keine Zustimmung erteilt.

Zu den Erschließungsarbeiten im Bereich der Entwicklungssatzung „Kirchensurer Straße“ wurde das Ingenieurbüro Hinterholzer mit der Vorbereitung einer beschränkten Ausschreibung für die notwendigen Wasserleitungs- und Kanalbauarbeiten beauftragt

Zum neuen Baugebiet in Schnaitsee-Ost konnte Schmidinger die erfreuliche Meldung machen, dass mit dem Vermessungsamt der im Umlegungsverfahren notwendige „Wunschtermin“ mit allen beteiligten Eigentümern stattfand. Nach diesem Termin ergibt sich die voraussichtliche Zuteilung von neun Grundstücken, von insgesamt 23, für die Gemeinde Schnaitsee. „Da rührt sich jetzt was, da geht es jetzt schnell voran“ freute sich Schmidinger.

Zur Aufstellung des Bebauungsplans „Sondergebiet Geothermie“ informierte Schmidinger, dass zur nächsten Sitzung am Montag, 13. April,die Planunterlagen vorliegen und behandelt werden.

Für die Ausweisung eines Behindertenparkplatzes am Rathaus hat das Bauamt die Beschilderung bestellt. Die Parkfläche wird da angelegt, wo der Eingang zum Rathaus am nächsten ist.

Anliegen der Ratsmitglieder

Fritz Graßl brachte die Sprache auf einige Schwierigkeiten in der Turnhalle in Schnaitsee. „Es fehlen immer wieder Gegenstände in der Halle. Wer kommt da rein?“ wollte er wissen. Geschäftsleiter Perreiter will dies prüfen. Außerdem gebe es ständig Probleme in der Halle selber. Die Lüftung und die Lautsprecheranlage funktioniere praktisch nie. „Hier muss unbedingt eine Fachkraft immer vor Ort sein.“ Graßl schlug vor, im Rahmen der Umstrukturierung des Bauhofs hier einen Hausmeister, der für die gemeindlichen Bauten zuständig ist und das nötige Know-How hat, zu beauftragen.

Josef Oberleitner und Peter Irlbacher wollten wissen, wann es mit dem Bau des Kirchenweges weitergeht. „Das kann schon täglich sein, wenn die Maschinen hochgefahren sind“ war die Anwort. In diesem Zusammenhang wurde das leidige Parkplatzproblem im Bereich Kirchenweg und kommunalen Friedhof angesprochen. „Da muss unbedingt gegen die wilden Parker vorgegangen werden“ wurde allseits gefordert. Dr. Theo Danzl informierte, dass es für Anzeigen bei Parksündern ein Formblatt im Internet gibt. Die Gemeinde müsse hier unbedingt die unberechtigten Dauerparker anzeigen.

Zweiter Bürgermeister Franz Rieperdinger wollte Ergebnisse wissen, die von der mobilen Geschwindigkeitsmessung erbracht worden sind. Diese sollen im Rat bekanntgegeben werden. „Dann können wir auch Schlüsse ziehen und Entscheidungen treffen.“

uk  ju

Foto ganz oben: Gemeinde Schnaitsee

24.3.15 008

Unser Foto: Links von der Maschinenhalle (im Foto rechts) werden zwei Häuser gebaut. Diese dürfen den Sichtbezug zum alten Pfarrhof (links) nicht stören.

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