Auto-Verkäufer fälschte einfach die TÜV-Plakette

... für einen Schrott-Wagen - Polizei beschlagnahmte den Ford Ka von der Käuferin

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Blaulicht03Eine zivile Streifenbesatzung der Polizei kontrollierte einen grünen Ford Ka im Stadtgebiet von Rosenheim. An dem Pkw waren weder vorne noch hinten amtliche Kennzeichen angebracht. Die 48-jährige Fahrerin sagte, dass sie nur „schnell“ in eine Werkstatt mit dem Wagen fahren möchte. Das Auto habe sie vor ein paar Tagen neu erworben. Nun möchte sie es vor der Zulassung überprüfen lassen. Die Dame gestand ein, dass sie aus Bequemlichkeit die Kennzeichen absichtlich nicht an dem Pkw anbrachte. Deshalb muss sie nun mit einer Strafanzeige wegen Kennzeichenmissbrauchs rechnen. Doch der Dinge nicht genug …

Bei einer Durchsuchung des Pkw wurden im Inneren des Ford die amtlichen Kennzeichen aufgefunden. Den geschulten Blicken der Beamten entging nicht, dass der TÜV-Stempel gefälscht war. Weitere Ermittlungen ergaben, dass der Verkäufer des Pkw die TÜV-Plakette gefälscht hatte und anschließend den Pkw verkaufte.

Den Ford sowie sämtliche Papiere beschlagnahmten die Polizisten. Bei einem Gutachten des Pkw stellte sich heraus, dass dieser absolut verkehrsunsicher und schrottreif war. Unter anderem war die Aufhängung sowie eine Federung gebrochen. Etliche weitere Mängel folgten. Eine frische TÜV-Plakette hätte der Besitzer definitiv nicht bekommen. Nicht vorzustellen, in welcher Gefahr sich Insassen dieses Pkw befanden, so die Polizei heute.

Der Verkäufer des Pkw muss nun mit einem Strafverfahren wegen Urkundenfälschung rechnen. Diesbezüglich warnt die Polizei vor betrügerischen Maschen beim Fahrzeugkauf und rät vor jedem Gebrauchtwagenkauf, Fahrzeuge von Fachkräften überprüfen zu lassen.

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