Aufgalopp für die Zwischenrunde

EHC Waldkraiburg: Die letzten beiden Oberliga-Hauptrunden-Partien stehen an

image_pdfimage_print

Die letzten beiden Oberliga-Hauptrunden-Partien stehen an und der EHC Waldkraiburg empfängt dazu am Freitag um 19.45 Uhr die EV Lindau Islanders in der Raiffeisen-Arena. Am Sonntag reist das Team von Löwen-Coach Rainer Zerwesz (unser Foto) dann zum EC Peiting, gegen den man in dieser Saison weder gewinnen, noch überhaupt ein Tor erzielen konnte (Beginn: 18 Uhr). Eine Zwischenbilanz vom Trainer, der gestern seinen 48. Geburtstag feiern konnte …

Der Playoff-Zug der Oberliga Süd ist für den EHC Waldkraiburg gerade abgefahren und die Löwen sitzen am gegenüberliegenden Bahnsteig mit dem Kaffee in der Hand.

So schön dieses Bild auch klingt, umso trauriger ist es, dass man es in der Premieren-Saison nach über 24 Jahren den Sprung unter die ersten Acht der dritthöchsten Spielklasse nicht geschafft hat.

Laut Löwen-Trainer Rainer Zerwesz ist man aber nicht niedergeschlagen, denn man sei mit einem Bayernliga-Kader angetreten und habe das, was man vorhatte, nämlich die Großen ein wenig zu ärgern, durchaus hinbekommen und sich teuer verkauft.

„Die Enttäuschung hält sich in Grenzen. Wir waren das ganze Jahr nicht Achter, haben aber um den achten Platz mitgespielt. Darum war es schon eine erfolgreiche Saison“, so Zerwesz.

Zwar sei es nun für einen Sportler schwierig, an die Leistungsgrenze zu gehen, wenn es um nichts mehr gehe, aber dennoch fordert er von seinem Team genau das. „Wir wollen mit zwei guten Leistungen in die Zwischenrunde gehen, denn das ist ja auch eine Kopfsache jetzt“ erklärt Zerwesz. Und diese Zwischenrunde soll auch erfolgreich gestaltet werden. „Das Ziel ist mindestens das Halbfinale, denn wir wollen, dass der EHC Waldkraiburg auch im nächsten Jahr in der Oberliga spielt.“

Dass dies gelingt, muss man in der Zwischenrunde, in der die letzten vier der Oberliga mit den besten acht der Bayernliga in zwei Sechsergruppen spielen, mindestens Platz vier in der jeweiligen Gruppe erreicht werden.

Nur die vier Teams beider Gruppen, also acht Mannschaften qualifizieren sich für das Playoff-Viertelfinale um die bayerische Meisterschaft. Wer dann den Sprung ins Halbfinale schafft, ist automatisch für die Oberliga 2017/ 2018 qualifiziert.

Zuvor aber steht das letzte Oberliga-Wochenende auf dem Programm, als Testphase für die Playoffs um die Bayerische Meisterschaft quasi, doch kommt mit Lindau und Peiting nicht gerade die Laufkundschaft zu den Löwen.

Lindau ist mit 33 Punkten Zehnter und hat zwei Zähler Rückstand auf den Achten Sonthofen. Das Team von Dustin Whitecotton ist also noch nicht raus dem Rennen und will am Ticketschalter noch die Karte für die Playoffs lösen. Dafür soll Waldkraiburg am Freitag geschlagen werden und Selbstvertrauen ist auch da, denn zuletzt gewann man gegen Peiting mit 7:6 in der Verlängerung. Gegen den EHC gewann der EVL in der Saison schon einmal in der Verlängerung, einmal im Penaltyschießen. Einmal mussten die Islanders sich in der Verlängerung den Industriestädtern geschlagen geben.

Wie auch schon in der Bayernliga sind auch die Duelle in der Oberliga immer eng, spannend und umkämpft- die Zuschauer werden also in jedem Fall auf ihre Kosten kommen und gerade auch weil es möglicherweise das vorerst letzte Oberliga-Heimspiel werden kann, hofft man bei den Löwen auf die volle Unterstützung von den Rängen. „Gerade unseren Fans muss man ein Riesen-Kompliment machen“, so Coach Zerwesz. „Es war von Beginn an klar, dass es schwer wird und sie wurden auch nicht mehr so mit den Siegen verwöhnt wie in den Jahren zuvor. Trotzdem haben sie uns immer die Treue gehalten und ich hoffe natürlich, dass das auch am Freitag gegen Lindau so ist“, so der 48-Jährige.

Personell muss Rainer Zerwesz aber umbauen: Björn Linda ist an diesem Wochenende aus Studiengründen nicht dabei und schreibt Prüfungen – dies war bereits im Sommer besprochen. Außerdem kann Daniel Hilpert nicht dabei sein. Daniel Hämmerle wird erst kommende Woche wieder das Training aufnehmen können, die Langzeitverletzten Martin Führmann und Lukas Wagner fehlen ebenfalls.

Dennoch ist es aber ein Heimspiel und die Löwen wollen mit ihren tollen Fans im Rücken die Zähne zeigen, ehe es am Sonntag zum Tabellenvierten Peiting geht, gegen den in dieser Saison weder gewonnen, noch ein Tor erzielt werden konnte.  GM

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.