„Am Ende steht der Mensch“

Zugunglück: Verkehrsausschuss des Bundestages gegen voreilige politische Schlussfolgerungen

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LudwigBerlin/Aibling – Der Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages hat sich gegen voreilige Schlussfolgerungen aus dem Zugunglück in Bad Aibling ausgesprochen. „Wir waren uns alle fraktionsübergreifend einig, dass wir erst die Auswertungen der Testfahrt und des Funkverkehrs und das abschließende Untersuchungsergebnis abwarten wollen“, sagte die Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig nach der Ausschusssitzung heute in Berlin. „Erst danach werden wir uns auf Basis dieser Ergebnisse wieder mit dem Thema befassen.“

Die heimische Wahlkreisabgeordnete und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt sprachen sich gegen vollautomatisierte Sicherungssysteme bei der Bahn aus. „Am Ende jeder automatisierten Kette steht der Mensch“, so Ludwig. „Daran wollen wir nicht rütteln. Es wird sicher Situationen geben, in denen sich der Mensch über die Technik hinwegsetzen muss.“ Dobrindt und die Ausschussmitglieder dankten den Rettungskräften und Helfern. Sie hätten bei der Bewältigung des Zugunglücks hervorragende Arbeit geleistet. „Meine Kollegen haben mich auch gebeten, die besten Wünsche aus dem Ausschuss zu übermitteln“, so Ludwig weiter. „Wir waren heute alle in Gedanken bei den Opfern, bei den betroffenen Familien, aber auch beim Fahrdienstleiter und seinem persönlichen Umfeld. Sie alle machen eine sehr schwere Zeit durch.“

 

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