Abschleppwagen um 700 Prozent überladen

Polizei zieht gefährliches Gespann aus dem Verkehr

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Abschlepper1Auf dem Weg zurück nach Ungarn befand sich ein 38-jähriger Abschleppfahrer mit seinem Fahrzeug. Aufgefallen ist er den Beamten der Schwerverkehrskontrollgruppe der Verkehrspolizei Rosenheim, weil er eine defekte Zugmaschine nach Ungarn bringen wollte. Schon auf der Bergabfahrt am Irschenberg fiel den Beamten auf, dass die angehängte Zugmaschine stark schlingerte. Das Gespann wurde angehalten und überprüft. Und die Beamten staunten nicht schlecht …

Bei der Kontrolle stellte sich zunächst heraus, dass die defekte Zugmaschine mit einer provisorischen und selbstgebauten Hebevorrichtung geschleppt wurde. Da der Ausbau der Kardanwelle für den Fahrer zu anstrengend war, wurde das Fahrzeug kurzerhand an der Antriebsachse angehängt, ohne die Lenkachse des Fahrzeuges besonders zu sichern. Dadurch ergab sich der schlingernde Nachlauf.

Bei der weiteren Überprüfung mussten die Beamten eine Überladung von mehr als 700 Prozent des zulässigen Anhängegewichtes des Schleppfahrzeuges feststellen. Auch war die angehängte Zugmaschine nicht gebremst, da eine Verbindung vom Abschleppfahrzeug zum defekten Fahrzeug fehlt. Zum Schluss wurde festgestellt, dass die ganze Aktion auch noch ohne die nötige Genehmigung für Deutschland durchgeführt wurde.

Der Fahrer wurde mit seinem Gespann bis zur Beseitigung aller Mängel abgestellt. Es wurde wegen der erheblichen Verkehrsmängel und der fehlenden Genehmigung gegen den Fahrer ein Bußgeld in Höhe von 755 Euro und die Abschleppfirma in Höhe von 1100 Euro vor Ort erhoben. Die kostengünstige Variante, die die Abschleppfirma in Ungarn ihren Kunden angeboten hatte, dürfte sich für diese Fahrt nicht ausgezahlt haben. Beide Fahrzeuge wurden auf einen Tieflader ordnungsgemäß verladen und konnten dann ihre Fahrt zurück nach Ungarn fortsetzen.

Die verbotene Hebevorrichtung wurde von der Polizei sichergestellt und eingezogen um künftige gefährliche Fahrten in Deutschland zu verhindern.

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