215 Flüchtlinge in eine Tennishalle?

Landratsamt erteilt Eigentümer im Müllerland Umbau-Erlaubnis - Wird nun geklagt?

image_pdfimage_print

halleEin langes Hick-Hack hat erst einmal ein Ende. Nach endlosen Diskussionen hat das Rosenheimer Landratsamt dem Eigentümer der Tennishalle im Müllerland von Feldkirchen-Westerham die Baugenehmigung erteilt, damit aus dem einstigen Sportler-Treff eine Flüchtlingsunterkunft werden kann. Für den Landkreis bedeutet dies: Einerseits Ausblick auf eine neue, dringend benötigte Unterkunftsmöglichkeit für Asylbewerber und andererseits das Eintreffen von Klagen gegen das Projekt.

Denn da macht sich das Landratsamt gar nichts vor: Die Klagen werden aller Voraussicht nach kommen. Sprecher Michael Fischer: „Klagen waren schon vorher angekündigt. Doch bisher war’s nicht möglich zu klagen, da noch keine Baugenehmigung erteilt worden ist.” Das hat sich jetzt geändert. „Nun bleibt abzuwarten, was passiert”, sagt Fischer.

Auch ab wann genau die Halle für Asylbewerber nutzbar ist, steht noch in den Sternen. Am Objekt müssen noch einige Dinge brandfest gemacht werden. Vor allem die Glasfront an der Hallen-Ostseite muss brandsicher werden. Duschen und Toiletten sollen ebenfalls noch dazu kommen. Zudem ist der Mietvertrag vom Eigentümer noch nicht unterschrieben. Michael Fischer: „Theoretisch wär’s auch möglich, dass der Eigentümer die Baugenehmigung noch verfallen lässt.”

Das hofft im Landratsamt jedoch niemand. Rund 130 ankommende, neue Flüchtlinge müssen im Landkreis pro Woche derzeit untergebracht werden.

Die Halle im Müllerland würde mit einer Kapazität für 215 Menschen dabei wenigstens für etwas Entspannung sorgen. Dass dies von den Anwohnern und den Gemeindepolitikern, die sich vehement für eine dezentrale Lösung einsetzen, einfach so hingenommen werden wird, scheint allerdings fraglich …

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.