20 Flüchtlinge einfach ausgesetzt

Rosenheimer Bundespolizei bringt Niederländer hinter Gitter

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150824_schleuserfahrzeug Die Bundespolizei Rosenheim hat am Samstag einen Niederländer in die Justizvollzugsanstalt Bad Reichenhall eingeliefert. Er hatte in seinem Transporter 20 Personen unerlaubt nach Deutschland gebracht. Den 54-Jährigen erwartet ein Strafverfahren wegen Einschleusens von Ausländern. In den Morgenstunden kontrollierten Beamte eine 20-köpfige Gruppe. Keine der ausländischen Personen konnte die erforderlichen Papiere für die Einreise oder den Aufenthalt in Deutschland vorlegen.

Ersten Ermittlungen zufolge handelt es sich um elf Iraker, sechs Syrer und drei Iraner. Sie waren laut eigenen Angaben kurz zuvor von ihrem Schleuser an einer Tankstelle abgesetzt worden. Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung konnte der weiße Kastenwagen Auf der Autobahn Richtung Salzburg an der Rastanlage Piding gestoppt und der niederländische Fahrer festgenommen werden. Auf der Ladefläche des Transporters wurden Decken, Schlafsäcke und Wasserflaschen gefunden.

Die Bundespolizisten führten den mutmaßlichen Schleuser dem Haftrichter vor. Anschließend wurde er zur Untersuchungshaft in die Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Er wird sich wegen Einschleusens von Ausländern strafrechtlich verantworten müssen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnten die Geschleusten an die Flüchtlingsstelle in München weitergeleitet werden.

Fotoi: Die Bundespolizei ermittelt gegen einen 54-jährigen Niederländer, der beschuldigt wird, der 20 Personen ungesichert auf der Ladefläche eines Kleintransporters von Ungarn nach Deutschland gefahren hat. (Foto: VPI Rosenheim)

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