„Zerstört der Heimatminister unsere Heimat?“

B15neu: Gemeinschaft der Betroffenen und Gegner übergeben Söder offenen Brief

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heimatStaatsminister Markus Söder besuchte jetzt das Volksfest in Velden. Die Gemeinschaft der Betroffenen und Gegner der B15neu nutzten die Gelegenheit zur Übergabe eines offenen Briefes. Hier sein genauer Wortlaut: „Sehr geehrter Herr Staatsminister Söder, wir verstehen Ihr Amt als Heimatminister der Bayerischen Staatsregierung so, dass Sie sich für den Schutz und die Bewahrung unserer schönen bayerischen Heimat einsetzen sollen. Mit dem Projekt B15 neu, in Wirklichkeit Bayerns längster Autobahnneubau, ist aber gerade …

… unsere nieder- und oberbayerische Heimat, in großer Gefahr.

Die Staatsregierung hat sich im Februar für die Anmeldung der Trasse in verschiedenen Varianten für den Bundesverkehrswegeplan entschieden, und forciert damit die großflächige Durchschneidung des hügeligen Voralpenlandes, das schon bisher gut erschlossen ist, aber keinerlei drängende Verkehrsprobleme hat.
Das einzige Nadelöhr Landshut soll jetzt als Vorwand dienen, den zerstörerischen, mit
1,3 Milliarden extrem teuren Autobahnneubau über die Isar hinaus weiter zu treiben. Dabei
wären Landshuts Verkehrsprobleme mit dem Bau einer Ostumfahrung mit stadtnaher
Isarbrücke schneller, effektiver und weniger flächenzerstörend zu lösen.
Wie Ihnen bekannt sein dürfte, verschwinden in Bayern pro Tag 18 ha landwirtschaftliche
Fläche unter Beton und Asphalt, und zwar unwiederbringlich.

Dabei ist es „Ziel der bayerischen Staatsregierung, den Flächenverbrauch deutlich und dauerhaft zu senken“ wie im Internet zu lesen ist. Diesen Worten Taten folgen zu lassen, erwarten wir von der
bayerischen Staatsregierung, und besonders von Ihnen als Heimatminister.
Als Finanzminister haben Sie zugleich die Mittel, die flächensparende Version einer
Landshuter Ostumfahrung mit neuer Isarbrücke zu finanzieren. Denn ein Argument für den
immens teuren Weiterbau der Autobahn B15 neu ist, dass Stadt und Landkreis sich einen
nötigen Neubau einer Isarüberquerung nicht leisten können.
Wir beteiligen uns konstruktiv am Dialogforum „Landshuter Umfahrung“, das von Ihrem
Kollegen Herrn Staatsminister Joachim Herrmann einberufen wurde und möchten an einer
sinnvollen Lösung für Landshut mitarbeiten. Die größte Hilfe wäre dabei aber eine
Finanzzusage aus Ihrem Haus, dass Sie einen stadtnahen Isarübergang großzügig fördern
würden.
Ich hoffe auf eine positive Antwort
.
Mit freundlichen Grüßen
Gisela Floegel
Erste Vorsitzende der Gemeinschaft der Betroffenen und Gegner der Autobahntrasse
Regensburg-Rosenheim e.V. von 1974

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