Jahrzehntelange Treue zum Verein

86 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit im DJK-Sportverein Oberndorf gewürdigt

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Bei der vorweihnachtlichen Feier des DJK-SV Oberndorf im Gasthaus Hacklthal wurden vereinsinterne Ehrungen und einige BLSV-Ehrung vorgenommen. Insgesamt wurden ehrenamtliche Tätigkeiten von sage und schreibe 86 Jahren gewürdigt. Stellvertretende Vorsitzende Evi Brandl konnte Fritz Deuschl (Foto) für 15 Jahre in der Abteilungsleitung Stockschießen auszeichnen. 

Deuschl ist in der Abteilung Ansprechpartner für alle baulichen Maßnahmen und für die Turnierpreise, in seine Amtszeit fällt der Aufbau der Damen- und Jugendmannschaft, darüber hinaus war er im Theaterteam jahrelang aktiv. Ihm wurde die BLSV Verdienstnadel in Silber mit Urkunde verliehen.

 

Vereinsvorsitzender Alfred Pongratz (Foto oben, rechts) ließ die zahlreichen Verdienste von Gerhard Hartinger Revue passieren. Hartinger hat schon in 1996, noch mitten in seiner aktiven Fußballkarriere, als Jugendleiter Fußball begonnen und macht das bis heute mit beispielhaftem Engagement, nimmermüdem Einsatz und hohem Verantwortungsbewusstsein. Dazu gehören die Organisation von Turnieren, Fußballcamps, Lehrgängen und Trainingslagern, die Suche und Koordination von Jugendtrainern und die Terminabstimmungen für die Altersstufen G- bis A-Jugend. Seine Amtszeit war geprägt von ständig steigenden Aufgaben, wie Übungsleiterlehrgänge, Prävention sexualisierter Gewalt, Trainingskonzept, Jugencamps und die Kooperation mit SpVgg Unterhaching. So gut wie alle aktiven Fußballer der beiden Herrenmannschaften kommen aus der von Hartinger geleiteten Fußballjugend. „Gerhard verkörpert unser Leitbild, er ist quasi das personifizierte Leitbild des Vereins“, schloss Pongratz seine Laudatio und überreichte die BLSV Verdienstnadel in Silber mit Gold und Urkunde.

Vorsitzender Alfred Pongratz, Gerhard Hartinger und Stellvertreterin Evi Brandl.

Begonnen hatte der Abend mit einem lockeren Ankommen auf der Terrasse mit Glühwein und Punsch, Feuerschale und Heizpilzen und mit Musikbegleitung durch die Salettl-Musi.

Auch der von der Geistlichen Beirätin Sandra Pongratz gestaltete besinnliche Teil fand draußen statt. Die aktuelle Version der Herbergssuche und die Einladung an die aufgebaute Krippe sprachen alle Besucher an.

Seine Begrüßung begann der Vereinsvorsitzende Pongratz mit dem Satz: „Wir leben schon in einer verrückten Welt.“ Er belegte diesen Satz mit ganz aktuellen Entwicklungen hin zur sogenannten VUKA-Welt (volatil, im Sinne von unbeständig, unplanbar, komplex und ambivalent, also widersprüchlich, zwiespältig und unlogisch). „In dieser Welt suchen die Menschen nach Halt und Orientierung, nach Werten und Sinn. Der DJK-Sportverein Oberndorf mit seinem gelebten Leitbild und der lebendigen Gemeinschaft bietet Wurzeln in stürmischen Zeiten“, schloss er seine Ausführungen.

Die Vizepräsidentin des DJK-Diözesanverbands, Rosmarie Heimann, überbrachte die Grüße des Verbandes, ermahnte zum christlichen Wirken im Sport und begrüßte die Haager Pfarrerin Ruth Nun und den Kirchdorfer Bürgermeister Alfons Linner.

Mit vereinsinternen Ehrungen ging es weiter: Evi Brandl konnte bei der Aufzählung der vielen Verdienste und Leistungen ihre Rührung kaum verbergen, ebenso wie die geehrte Rita Lipp. Aktuell wurde Rita für 6 Jahre in der Abteilungsleitung Fitness und Gesundheit mit einem Geschenk bedacht, aber ihre wertvolle Arbeit umfasst weit mehr als das, nämlich die Mitarbeit beim Vereinsmagazin und bei den Weihnachtsfeiern, die Organisation der Übungsleiterausbildung und des Skiausflugs, Trikotwaschen und schließlich der aktive Einsatz im Damentennisteam.

Rudi Oberpichler hat die letzten zehn Jahre als Stadionsprecher fungiert, parallel dazu hat er sich um die Bepflanzung auf dem Sportgelände gekümmert und war als Kondolenzredner bei Beerdigungen im Einsatz.

Schon vor 54 Jahren haben die diversen Tätigkeiten des Gründungsmitglieds begonnen: Fußballer, Kassier, Trainer, Abteilungsleiter Stockschießen und vieles mehr.

Für schier unglaubliche 35 Jahre Leitung der Damengymnastik wurde Rita Langenfeld mit einem Geschenk bedacht. Gleichzeitig ist Rita seit 28 Jahren Frauenbeauftragte und seit zwei Jahren für die Senioren zuständig und sie hat sich jahrzehntelang um die Tennisjugend gekümmert. Brandl würdigte besonders, dass die Rita nach so langer Zeit nach wie vor voll motiviert und mit hoch engagiert bei der Sache ist.

Aufgelockert und abgeschlossen wurde der Abend durch diverse Einlagen der jungen Theatergruppe. Unter dem Motto „Geschichten rund umadum“ wurde in lockerer Folge Themen und Begebenheiten wie „Lauf 10″, Yoga, Pilates, Strömen und autogenes Training aufs Korn genommen oder ein Original Whatsapp-Chat nachgespielt. Die in Oberndorf untergebrachten Flüchtlinge, der Selbstverteidigungskurs und das Lauftraining und natürlich das geplante Bauvorhaben wurden auf amüsante und hintersinnige Weise quer durch den Saal zum Besten gegeben, was den Gästen sehr gefiel.

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